Land of Land Rover

Die Bewohner von Maneybhanjang, einer Ortschaft am Fusse des Himalayas, haben eine ganz spezielle Beziehung zu ihren Land Rovern. Dreieinhalb Minuten Film erzählen, wieso.

Der Land Rover wird 70. Die Mutter aller Geländewagen hat nicht umsonst den Ruf, nahezu unzerstörbar zu sein. Die älteren, puristischen Modelle halten jeder Belastung stand und überdauern die Zeit. Vielerorts sind sie auch Jahrzehnte, nachdem sie vom Band liefen, noch täglich im Einsatz. So auch in Maneybhanjang. Gut 40 Land Rover erleichtern den Bewohnern den Alltag und helfen ihnen, die unpassierbar scheinenden Strassen zu meistern – bis weit über 3000 Meter über Meer. So entsteht fast so etwas wie eine Liebesbeziehung zu den treuen Fahrzeugen. Die Ortschaft an der nepalesischen-indischen Grenze, an der «alle Strassen zusammenkommen», trägt daher den Übernamen «The Land of Land Rovers». Festgehalten wurde die spezielle Beziehung von der Agentur Spark44 in einem dreieinhalbminütigen, sehenswerten Porträt.

 

Land Rover gehört zu den Automarken, die marketingtechnisch gerne von der ruhmreichen Vergangenheit zehren und die Erfolge früherer Epochen in den Fokus rücken. Das ist auch nötig, denn die heutigen Modelle – hochgezüchtete Luxus-SUVs, die für den kompromisslosen Offroad-Einsatz zu schade und zu heikel scheinen – haben weder die Ausstrahlung, noch die Faszination der älteren Generationen. Auch wenn Range Rover stets darauf achtet, die Offroad-DNA der heutigen Fahrzeuge unter Beweis zu stellen. Man trifft sie nicht im Wald mit dem Förster an, sondern auf dem Globus-Parkplatz hinter der Bahnhofstrasse.

Oder mit anderen Worten: Beim 100-Jahre-Jubiläum in dreissig Jahren werden wohl einmal mehr die Ur-Modelle abgefeiert. Erstens, weil diese dann vermutlich immer noch im Einsatz sein werden und zweitens, weil eigentlich gar nicht so klar ist, was es bei den heutigen Modellen speziell abzufeiern gäbe.

Übrigens: Zum 70-Jahr-Jubiläum hat Range Rover auch den legendären Defender nochmals aufleben lassen. Der Land Rover Defender Works V8 hat über 400 PS, beschleunigt in unter 6 Sekunden von 0 auf 100 und ist auf 150 Stück limitiert. Auf dem Himalaya wird man ihn vermutlich nicht antreffen – erst recht nicht in 70 Jahren. (hae)

 

Do 09.08.2018 - 14:14

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