An der Paywall hängengeblieben

Ähhhm... so kann's gehen, wenn man nur die Online-Überschriften liest: Man weiss ein klein wenig, aber nicht mehr.

Wer häufig Leserkommentare auf den gängigen Online-Portalen studiert, merkt: Viele Menschen lesen die Artikel gar nicht. Viele Menschen lesen nicht einmal den Lead. Sondern gehen nach dem Titel gleich zum Kommentieren über, um ihrer Wut, Empörung oder Freude freien Lauf zu lassen. Sie fordern dann beispielsweise Dinge, die – wie im Artikel später erklärt – gar nicht mehr nötig wären. Oder sie regen sich über Dinge auf, die gar nicht der Fall sind. Titel sind nicht da, um Menschen vollumfänglich zu informieren, sondern um sie neugierig auf den Artikel zu machen.

Noch schlimmer, wenn man die Möglichkeit gar nicht hat, den dazugehörigen Artikel zu lesen. Weil die Zeitung eine Paywall hochgezogen hat. Und bezahlen will man natürlich nichts – das wäre ja noch. Dabei war es vor nicht allzu langer Zeit noch völlig selbstverständlich, die Zeitung, die man liest, zu bezahlen. Daran erinnert Mercado McCann in Argentinien für Perfil. Es fällt einfacher, eine Story zu erzählen, wenn man die Story kennt. Gute Informationen sind wertvoll – und was wertvoll ist, kostet. (hae)

Mo 02.07.2018 - 19:39

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