Die WM 2030 in Uruguay und Argentinien? Ja gerne

Es wird Zeit, dass die Fussball-WM wieder Fussball-WM wird. Lionel Messi und Luis Suárez machen den Anfang und rühren für ihre Länder die Werbetrommel.

Irgendwann muss die Fussball-WM wieder back to the roots. Und an echte Fussballnationen vergeben werden. Länder, in denen die Infrastruktur entweder bereits vorhanden ist – oder nach der Endrunde zumindest weiterhin benötigt wird. Und wo beispielsweise sowas wie Menschenrechte existieren. Der traurige Höhepunkt des Vergabeirrsinns muss 2022 ausgebadet werden. Im Winter, bei Glühwein. Weil man im Nachhinein feststellte, dass es in der Wüste von Katar im Sommer doch zu heiss ist, um Fussball zu spielen. Das konnte vor der Vergabe natürlich niemand ahnen.

Es kommen wieder bessere Zeiten. 2030 wollen etwa Uruguay und Argentinien die Weltmeisterschaft gemeinsam austragen. Beide Länder bringen bereits Gastgebererfahrung mit: Uruguay mit der ersten WM überhaupt (1930) und Argentinien 1978. Beiden Länder wurden im eigenen Land übrigens Weltmeister.

Um im Kreis der teilweise mächtigen und finanzstarken Konkurrenz auf die Kandidatur aufmerksam zu machen, hat die Kreativwirtschaft die beiden Superstars Lionel Messi und Luis Suárez eingespannt und vor dem Qualifikationsspiel in den Trikotnummern 20 und 30 auflaufen lassen. Eine simple Idee, die von der Stärke der Botschafter lebt. Das Bild sorgte in Medien auf der ganzen Welt für Aufsehen. Und transportierte so die Botschaft um den Erdball: Zeit, dass der Fussball dorthin zurückkehrt, wo er hingehört. Die Hoffnung stirbt zuletzt. Gewisse FIFA-Mechanismen aber leider auch. (hae)

Di 12.06.2018 - 17:44

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