Steinzeit

Mit Hilfe der Agentur BETC Paris will die Organisation Flac Anticorrida dem unsäglichen Stierkampf den Todesstoss versetzen.

Stierkämpfe wirken wie ein vergammeltes Relikt aus zum Glück längst vergangenen Zeiten: Man ergötzt sich daran, wie ein Lebewesen zu Tode gequält wird. Die Französische Organisation Flac (Federation of Leagues Against Corridas) will das blutige Spektakel aus dem eigenen Land verbannen. In Südfrankreich wird nämlich nebst der unblutigen, auf Geschicklichkeit beruhenden Stierkampfvariante «Course Camarguaise» auch die klassische, aus Spanien bekannte Art betrieben. Wenn auch natürlich weit weniger häufig als auf der iberischen Halbinsel.

Deshalb richtet sich die von BETC Paris umgesetzt Kampagne generell gegen die blutige Variante, egal wo sie betrieben wird. Der Spot verzichtet zwar auf abstossende und verstörende Originalbilder, erinnert aber dank CGI dennoch ausreichend an die Brutalität des echten Gemetzels. Er erinnert daran, in welche Zeit Stierkampf gehört. Der von Unit Image produzierte, eindrückliche Clip wurde auf Facebook nach fünf Tagen bereits von sechseinhalb Millionen Menschen betrachtet. Bleibt zu hoffen, dass auch einige Belehrbare darunter waren. (hae)

 

 

 

Mi 03.05.2017 - 15:44

Kommentare

Es gibt in Spanien und den anderen Ländern in denen Stierkämpfe abgehalten werden, viele Orgas die unermüdlich daran arbeiten dieses grausame und blutige Spektakel zu verbieten, da es zur Verrohung führt und die Sensibilität deren verletzt die fähig sind Empathie zu emfinden. Die meisten Befürworter wurden schon als Kleinkind auf den Armen der Eltern zur corrida getragen und sind total abgestumpft. Eine grosse Mehrheit der taurinos sind aber grobe Leute ohne jegliche Bildung, viele von ihnen sind Halbanalphabeten. Es ist an der Zeit, dass sich Länder wie Spanien weiterentwickeln. Mahatma Gandhi hatte recht als er sagte: "The greatness of a nation and its moral progress can be judged by the way its animals are treated. "

#2

Dieser Beitrag wurde definitiv von Personen eingestellt, die überhaupt nicht über das Wissen der Realität verfügen. In der Welt des Stierkampfs gibt es an die siebzig Millionen Anhänger. Wer einen genauen Blick auf diese Szene wirft wird feststellen, dass diese für den Stierkampf begeisterte Anhängerschaft über ein auffallend hohes kulturelles Niveau verfügt.

Es ist leider immer wieder sehr bedauerlich mit anzusehen, wie hier deutsche Medien einseitig und "unprofessionell" berichten, und nicht einmal versuchen zu verstehen um was es hier eigentlich geht.

Wer von einem "vergammelten Relikt" spricht, sollte sich einmal doch vorher informieren, das der "toro bravo", der Stier, der extra für den Stierkampf gezüchtet wird, im Vergleich zu jedem Fleisch, welches wir auf den Tellern haben, ein wunderbares Leben führt. Selbst überzeugte Tierschützer stehen dahinter! Das sind Tatsachen!

Selbst die Universität Complutense von Madrid, hat in einem wissenschaftlich Beweis dargelegt, daß jeder Kampfstier weitaus weniger leidet, als Massentierhaltung. Auch das ist eine Tatsache. Und auch, daß das Publikum nicht in eine Plaza de Toros geht, um den Stier leiden zusehen.

Das erkannte schon der spanische Schriftsteller und ambitionierte Stierkampfgegner Rafael Sánchez Ferlosio: „Bei aller Grausamkeit erfreue man sich auf keinen Fall an dem Leiden des Stieres" ((6) Rafael Sánchez Ferlosio in einem Leserbrief in El Páis, 25.06.1985).

Besten Dank für Ihren Kommentar. Ob der Stier ein schöneres Leben hatte, als jedes Fleisch, das Sie essen, hängt wohl in erster Linie von Ihrem persönlichen Fleisch-Kaufverhalten ab. Da dürften selbst "überzeugte Tierschützer" mit auffallend hohem kulturellem Niveau beipflichten.

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