Zu guter Letzt: Wikipedia darf man alles glauben, fast alles

Auf Wikipedia ist fast immer Verlass. Dass die freie Enzyklopädie nach wie vor nicht als seriöse Quelle in wissenschaftlicher Literatur angegeben werden darf, hat aber auch seinen Grund...

Viele Wikipedia-Artikel sind genau so akkurat wie ihre Gegenstücke im Brockhaus oder der Encyclopaedia Britannica. Die Autorengemeinschaft pflegt aktuelle Ereignisse nicht selten binnen kürzester Zeit ein und bügelt Fehler meist schnell wieder aus. Peinliche Pannen blieben der Enzyklopädie seit ihrer Lancierung vor gut zehn Jahren trotzdem nicht erspart: So legte zum Beispiel ein schottischer Call-Center-Angestellter selber einen Artikel von sich an und gab sich kurzerhand als hochdekorierter Kriegsheld aus. Studenten erklärten ihren quickfidelen Professor für tot. Auch gab es für etwas mehr als zehn Monate vor der syrischen Küste eine Insel mit dem Namen Porchesia. Und dass nicht nur Studenten, sondern auch Journalisten froh um die Plattform sind, bestätigt eine Ente aus dem Jahr 2009: Nach der Ernennung Karl-Theodor zu Guttenbergs zum deutschen Wirtschaftsminister im Februar 2009 ergänzte ein anonymer Nutzer dessen Vornamen. Der falsche Wilhelm wurde von zahlreichen Medien übernommen.

Di 11.01.2011 - 19:02

Kommentare

neuen Kommentar schreiben

Klartext

  • Keine HTML-Tags erlaubt.
  • HTML - Zeilenumbrüche und Absätze werden automatisch erzeugt.
  • Web page addresses and email addresses turn into links automatically.
CAPTCHA
This question is for testing whether or not you are a human visitor and to prevent automated spam submissions.