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Zu guter Letzt: «Shitstorm» auf Facebook
Die Macht der Masse auf sozialen Netzwerken kann sich für Firmen als gefährlicher Gegner erweisen. Wenn sich Nutzer gegen Unternehmen auflehnen, steht oft ein hohes Gut auf dem Spiel – deren Image.
Das jüngste Beispiel hierfür ist die Bergsportmarke Mammut. Am Montag sind umweltbewusste Mitglieder auf Facebook wie ein Schwarm Wespen über die Firma hergefallen. Sie haben einen so genannten Shitstorm losgetreten - eine Protestaktion mit hunderten negativen Kommentaren. Der Grund war das neue CO2-Gesetz. Weil sich Mammut zur Kampagne des Wirtschaftsdachverbandes Economiesuisse gegen das neue Gesetz bekannte, setzten die Nutzer der sozialen Platform Druck auf. Dem gab das Unternehmen nun nach. Am Dienstag sah sich Mammut gezwungen, sich von der Befürworter-Liste der Economiesuisse streichen zu lassen.
«Wir entschuldigen uns bei allen Kritikern, die sich mit diesem Schritt vor den Kopf gestossen fühlten», schrieb Mammut auf seiner Facebook-Seite und bedankte sich auch dafür, «eine weitere wichtige Lektion im Umgang mit Social Media» gelernt zu haben. Für Mammut stand mit der sozialen Plattform viel auf dem Spiel. Immerhin hat das Unternehmen rund 60‘000 Symphatisanten auf Facebook. Nutzer im Internet würden schnell reagieren und sich sagen «dieses Produkt kaufe ich nicht mehr», sagt Philippe Surber, Abteilungsleiter beim Internet-Dienstleister Unic und Experte für Social Media gegenüber der Nachrichtenagentur SDA. Dabei kann die Erschütterungswelle auf sozialen Plattformen ungemein grösser sein. Die Fieberkurve sein volatiler, man reagiere impulsiver und schneller, so Marcel Bernet, PR-Berater und Dozent für Social Media am Medienausbildungszentrum MAZ in Luzern. Eine Geschichte könne so schnell wieder verschwinden, wie sie emporgestiegen sei.
Wird dennoch ein «Shitstorm» losgetreten und reagiert die Firma schnell und authentisch, kann sie ihr Image gar noch aufpolieren. Ob sich das im Fall Mammut auch so entwickeln wird, bleibt offen. Die Experten sind sich zumindest einig, dass die Reaktion der Bergsportmarke auf die Anschuldigungen mustergültig war.
Tags:
Marketing & Kommunikation
Zu guter Letzt
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Mammut
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mustergültig!?
so, wenn man sich also von "internetchaoten" unter druck setzen lässt und durch diesen seine meinung/haltung ändert (nicht auf das thema co2 bezogen) und sich noch entschuldigt ist das MUSTERGUELTIG. in wie einer kranken welt leben wir eigentlich? wenn ich in zukunft meine meinung durchsetzten will, baruche ich also keine argumente mehr sonder nur genug Sympathisanten welche mir helfen jemanden über social media fertig zu machen...
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