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Zu guter Letzt: Mit Street View in den Regenwald
Nun dringt Google auch in das Amazonasgebiet vor. Der Internetgigant will einen Teil dieser Region fotografisch erschliessen, um einen virtuellen Spaziergang durch den Regenwald zu lancieren. Die Aktion soll aber auch die Internetnutzer für die dortigen Probleme sensibilisieren.
Die Fotos werden im Nordwesten Brasiliens zu Wasser von einem ungewöhnlichen Boot aus gemacht. Auf seinem Dach ist ein grosses Dreirad montiert und daran befestigt eine grosse Kamera, die in schneller Abfolge Fotos schiesst. Denn Google fotografiert nicht nur die Flüsse selbst, sondern auch die Siedlungen an ihren Ufern. Für die Aufnahmen in den angrenzenden Regenwäldern kommen in dem unwegsamen Gelände die Kamera-Dreiräder zum Einsatz. Dabei macht eines der Dreiräder Aufnahmen per Boot vom Wasser aus, während sich ein zweites einen Weg am Ufer entlang bahnt. Die Bilder sollen später dann zu 360- Grad-Ansichten zusammengesetzt werden, damit Internetnutzer sich nach den Plänen des US-Unternehmens einmal ähnlich dem Strassenbilder-Dienst Street View virtuell auf dem Amazonas und seinem Nebenfluss, dem Rio Negro, treiben lassen können.
Auf den Einfall gekommen ist gemäss SDA die Amazonas-Schutzorganisation FAS. Die Organisation hatte vor zwei Jahren den Einfall, der Welt einen Einblick in das beeindruckende Ökosystem und das Leben der Menschen im Amazonasbecken zu gewähren und konnte Google von seiner Idee überzeugen. Nun haben FAS-Projektleiter Gabriel Ribenboim und seine Mitarbeiter einen straffen Zeitplan. Innerhalb von drei Wochen sollen sie 50 Kilometer des Rio Negro erfassen. Gleichzeitig werden Mitarbeiter der FAS sowie Anwohner im Umgang mit der Foto- Ausrüstung geschult, damit sie weitere Strecken in Eigenregie fotografieren und zugleich auch das innere von Schulen und öffentlichen Gebäuden aufnehmen. Internetnutzer sollen demnächst sogar auf Wanderwegen durch den Regenwald spazieren können.
Die Aktion soll gleichzeitig aber auch die Welt für die Herausforderungen des Klimawandels, für die Themen Abholzung und Armutsbekämpfung sensibilisieren. Dies sagt Ribenboim gemäss SDA. Er und seine Kollegen wolle zugleich zeigen, dass entgegen manchem Klischee Nachhaltigkeit für die Anwohner kein Fremdwort ist. Abholzung sei nicht das Resultat von Dummheit, sagt FAS-Geschäftsführer Virgilio Viana. Es sei eine wirtschaftliche Entscheidung. So müsse dafür gesorgt werden, dass die Menschen mit dem bestehenden Regenwald Geld verdienen könnten. Ein Schritt in die richtige Richtung seien ein ökologischer Tourismus und eine mit mehr Augenmass betriebene Fischereiwirtschaft. Die Bilder im Internet könnten auch davon erzählen.
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Media & Medien
Zu guter Letzt
Google Street View
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