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04.10.2011
Media & Medien

Zu guter Letzt: «Medien sind keine Helfer der Polizei»

Nach Meinung des Presserat-Präsidenten sollten Zeitungen keine Bilder veröffentlichen, auf denen die Gesichter von Hooligans klar erkennbar sind. Ein solches Vorgehen gehöre nicht zu den Aufgaben der Presse.

Auslöser war ein am Dienstag veröffentlichtes Bild eines mutmasslichen FCZ-Hooligans im Blick. Dieser soll während des Zürcher Derbys zwischen den Grasshoppers und dem FCZ vom Sonntag Petarden in den GC-Fansektor geworfen haben. Doch ein solches Vorgehen duldet der Presserat-Präsident Dominique von Burg nicht. Die Medien seien prinzipiell keine Helfer der Polizei, sagte er dazu auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Es sei nur dann zu rechtfertigen, dass erkennbare Gesichtern abgedruckt werden, wenn eine akute Gefahr bestünde. Eine solche Situation wäre etwa ein Terroranschlag.

Während von Burg den Abdruck solcher Bilder nicht gut heisst, werden im Netz Bilder von gesuchten Männern publiziert. So hatte der FCZ selber im vergangenen August während weniger Tage Bilder von zwei gesuchten Männern im Internet publiziert, die im vergangenen Mai im Stadion Letzigrund Knallpetarden geworfen haben sollen. Die Fotos waren auf der Club-Homepage zu sehen - auf ausdrücklichen Wunsch des FCZ-Präsidenten Ancillo Canepa. Diese Aktion wurde von Datenschützern als problematisch bezeichnet, Canepa übernahm die Verantwortung. Währenddessen stellte die Polizei ihrerseits die Bilder von 16 mutmasslich gewalttätigen FC-Basel-Fans ins Netz. Nachdem alle anderen Ermittlungsbemühungen keinen Erfolg gebracht hatten, ordnete die Staatsanwaltschaft die Veröffentlichung an.

Externe Links:
www.sda.ch

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Mal schauen wie der Präsident

Mal schauen wie der Präsident des Presserates denkt, wenn er oder einer seiner Liebsten durch eine Petarde schwerste Verbrennungen erlitten hat?

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