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Zu guter Letzt: Folgenschwerer Swingerclub-Besuch
RTL 2 hat in der Sendung «Exklusiv – die Reportage» über Swingerclubs berichtet. Dabei sollten alle während der Dreharbeiten anwesenden Besucher vor der Ausstrahlung verpixelt werden. Wenn sie dies wünschten jedenfalls.
Ein Paar wünschte sich dies ausdrücklich – verständlicherweise irgendwie. Leider ist die Produktionsfirma diesem Wunsch nicht nachgekommen – beziehungsweise vergass ganz einfach, das Paar unkenntlich zu machen. Die 15-jährige Tochter, die wahrscheinlich nicht im Traum auf die Idee gekommen wäre, dass ihre topseriösen Eltern in ihrer Freizeit solch‘ unanständiges Zeug treiben, stiess im Internet auf die Sendung. Und fiel vermutlich aus allen Wolken. Die Eltern jedenfalls forderten daraufhin vor Gericht Schadensersatz von RTL 2. Obwohl der zuständige Richter durchaus Verständnis für die Situation der Familie aufbringen konnte («Da möchte ich nicht in Ihrer Haut stecken!»), wurde die Klage abgewiesen. Schliesslich hatte das Paar grundsätzlich zugestimmt, dass es gefilmt wird. Immerhin schlug der Richter vor, den Betroffenen 200 Euro pro Person als eine Art Lizenzgebühr für ihr Mitwirken zu zahlen. Insgesamt zahlten Produktionsfirma und Sender dann 3‘000 Euro als Statisten-Honorar und für die vorgerichtlichen Anwaltskosten. Hoffentlich geben die Eltern den einen oder anderen Euro davon an die arme Tochter weiter – die wahrscheinlich bei ihren Mitschülerinnen für den Rest ihres Lebens als Swinger-Kind abgestempelt ist. (Quelle: Meedia.de/Sueddeutsche.de)
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Media & Medien
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