Das grosse Juni-Loch beim Schweizer Werbedruck blieb dieses Jahr aus

Im WM-Monat Juni haben unter anderem das TV-Sponsoring der Nati durch die Credit Suisse und die Geldspielgesetz-Kampagnen für einen stabilen Werbedruck gesorgt.

Nach dem geringen Rückgang im Vormonat pendelt sich der Werbedruck mit einer Steigerung von 3,3 Prozent mit 621,5 Millionen Bruttofranken wieder auf April-Niveau ein. Anders als in den Vorjahren bleibt der markante Rückgang des Werbedrucks im Juni damit aus. Der Anstieg ist jedoch vor allem der Datenerweiterung* zuzuschreiben. Aber auch ohne diese sinkt der Werbedruck nur minim um 0,6 Prozent. 

Das erste Halbjahr schliesst damit mit 3‘584 Millionen Bruttofranken und einem deutlichen Plus von 29,8 Prozent – ohne Datenerweiterung Online liegt der Werbedruck bei 2‘868 Millionen, was einem Plus von 3.8 Prozent entspricht. 

 

Werbedruck im Gesamtmarkt

Entwicklung des Werbedrucks per Juni 2018

 

 

 

Finanzen im WM-Hoch

Die Finanzbranche klettert im YTD-Branchenranking nochmals, beflügelt unter anderem durch das TV-Sponsoring der Schweizer Nati durch die Credit Suisse,  2 Plätze nach oben. Damit lässt sie die Branchen Detailhandel (-5,0 Prozent) und Nahrungsmittel (-22,1 Prozent) hinter sich, die beide verglichen mit dem Vormonat etwas Druck vom Gaspedal genommen haben. Ansonsten bleibt das Ranking unverändert. Die Spitze mit den Branchen Freizeit, Gastronomie, Tourismus und Dienstleistung baut mit je 8 Millionen mehr Bruttowerbedruck im Vergleich zum Vormonat ihren deutlichen Vorsprung sogar noch weiter aus. 

 

Geldspielgesetz lässt den Werberubel rollen

Im Vorjahresvergleich steigert die Produktgruppe Politische Kampagnen ihren Werbedruck markant um 183,7 Prozent. Ein wichtiger Treiber hierfür ist die Kampagne zum Geldspielgesetz. Auch die Branche Mode & Sport mit den Onlinehändlern Zalando und Co. zeigt eine Verdopplung des Bruttowerbedrucks (+118,8 Prozent).

Im Vergleich zum Vormonat können Tabakwaren (+275,9 Prozent), IT, Hard- & Software (+45,0 Prozent) und die Verkehrsbetriebe (+36,4 Prozent) die höchste Steigerung erzielen.

 

Medien und Getränke können nicht mithalten

Nur zwei Branchen verzeichnen im Vergleich zum Vorjahresmonat weniger Werbedruck. Dies ist einerseits die Medienbranche. Diese verzeichnet mit 31,7 Prozent weniger Werbedruck im Vergleich zum Vorjahresmonat den höchsten Rückgang im Branchenvergleich. Auch die Getränkebranche senkt, trotz sommerlicher Temperaturen, ihren Werbedruck deutlich, um 15,8 Prozent.

 

Werbedruck in den Branchen

Werbedruck in den Branchen mit Vorjahresvergleich

 

 

 

Top 10 des Monats

Die Top Werbetreibenden und meistbeworbenen Produkte sowie Dienstleistungen (ohne Sortiments- und Imagewerbung) im Juni

 

 

Media Mix 

Die Integration der Search-Daten, Desktop (Januar 2017) und Mobile (Juli 2017) in die Werbestatistik von Media Focus führt zu einem deutlichen Anstieg des Internet-Anteils im Media Mix. Seit Januar 2018 werden neu auch Search-Daten für die Romandie erhoben (Anteil an Search: 87 Prozent DE/13 Prozent FR).

 

 

 

*Datenintegration: Internet und TV

Die Mediengruppe Internet wird seit Januar 2017 inklusive Search-Desktop Werbung im Werbemarkt Trend ausgewiesen. Per Datenschluss Juli 2017 wurde zusätzlich Search-Mobile in die Werbestatistik von Media Focus integriert. Im Januar 2018 erfolgte die Integration von Search für die Romandie auf Basis zehntausender französischer Suchbegriffe (Anteil an Search YTD: 87 Prozent DE/13 Prozent FR).

Seit März 2018 werden auch YouTube-Daten (Display und Video) rückwirkend ab Januar 2018 im Werbemarkt Trend ausgewiesen (Anteil am Media Mix YTD 1 Prozent). 

Darüber hinaus enthält die Mediengruppe TV ab Januar 2018 TV-Sponsoring sowie die Werbeformen Pre Split, Post Split, Single Split und Time.

 

Neu: Integration YouTube-Daten

Die Mediengruppe Internet enthält neu auch Daten für YouTube (Video Pre-Rolls und Display). Diese wurden rückwirkend ab Januar 2018 integriert. Im Monat März entspricht der Anteil YouTube an der Mediengruppe Internet 3 Prozent, am Media Mix 1 Prozent. Mehr als 600 Werbetreibende, allen voran Apple, Swisscom und Wix.com nutzen den Kanal um ihre Zielgruppen zu erreichen.

Informationen zu YouTube (WMT):

Verbesserungen in der Abfrage auf Basis von Kundenfeedbacks haben zu Anpassungen der Bewertung geführt. Eine Vergleichbarkeit über eine definierte Zeitreihe ist nach wie vor jederzeit gewährleistet. Aktuell sind Lifestyle/Tech Brands auf extrem reichweitenstarken Videos tendenziell noch überbewertet (z.B. Apple). Um die Realität möglichst nah abbilden zu können und diesen Extremfällen gerecht zu werden, werden wir die Bewertung ständig optimieren. Es kann deshalb in naher Zukunft zu weiteren Anpassungen in der Bewertungsmethode kommen.  

Mo 23.07.2018 - 13:33

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