Da kaufen, wo die VRG den E-Recycling-Kreislauf mitfinanziert

«Schliesse den Kreis» – mit diesem Aufruf werben SENS und SLRS mit ihrer breit angelegten Kampagne für mehr Solidarität mit Herstellern und Importeuren, die den E-Recycling-Kreislauf über die vorgezogene Recyclinggebühr (VRG) mittragen.

Diese finanziert und ermöglicht den sorgsamen, fachgerechten Umgang mit ausgedienten Geräten und Leuchtmitteln im SENS E-Recycling-Kreislauf. Durch ausgediente Geräte, für die beim Kauf keine VRG erhoben wurde, wird das System jedoch mit einem Betrag in Millionenhöhe belastet.

Schweizer Konsumentinnen und Konsumenten, die ihre Elektro- und Elektronik-Haushaltgeräte, Leuchten und Leuchtmittel bei SENS- und SLRS-Partnern kaufen und sie am Ende der Nutzungsdauer bei einem dieser Partner oder einer SENS-Sammelstelle abgeben, «schliessen den Kreis». Denn die SENS- und SLRS-Partner erheben beim Kauf eine vorgezogene Recyclinggebühr (VRG), mit der die Rücknahme finanziert wird. Durch Altgeräte, für die keine Recyclinggebühr erhoben wurde, wird das E-Recycling-System jedoch unfairerweise belastet.

 

VRG sichert komfortable, kostenlose Entsorgung

Bereits über 600 Hersteller, Händler und Importeure in der Schweiz fordern beim Verkauf eines Geräts VRG ein und führen sie dem E-Recycling-Kreislauf zu. Damit finanzieren sie ein überaus dichtes und für Konsumenten komfortables Rücknahmesystem für ausgediente Elektro- und Elektronikgeräte, Leuchtmittel und Leuchten. Organisiert und verwaltet wird dieses System durch die beiden Stiftungen SENS und SLRS.

 

Sich nicht an den Kosten beteiligen, aber dennoch profitieren

Da es sich bei den Rücknahmesystemen um freiwillige Branchenlösungen handelt, steht es den Unternehmen frei, sich daran zu beteiligen. Etliche Importeure, die Elektro- und Elektronikgeräte, Leuchtmittel und Leuchten in die Schweiz einführen, verzichten darauf, die VRG zu erheben. Über Kanäle wie kommunale Sammelstellen und den Handel landen ihre ausgedienten Geräte dennoch oft im Rücknahmesystem von SENS – werden also zulasten der zahlenden Systemteilnehmer entsorgt.

SENS bemüht sich seit einiger Zeit, die «Nicht-Systemteilnehmer» zum Anschluss zu bewegen. Einige der Angesprochenen haben sich bisher explizit dagegen ausgesprochen. SENS geht davon aus, dass ihrem E-Recycling-Kreislauf dadurch ein Ausfall von rund 1 Million Franken entsteht. Durch den Kauf von Geräten im Ausland, wo ebenfalls keine VRG erhoben wird, entstehen weitere Ausfälle in Höhe von schätzungsweise zwei bis drei Millionen Franken (Studie «Einkaufstourismus und Online-Handel»).

Mit der VRG wird ein effizientes, flächendeckendes Entsorgungssystem erhalten. Rohstoffe aus Altgeräten können zurückgewonnen werden (zwischen 1990 und 2015 wurden im SENS E-Recycling-Kreislauf beispielsweise 17'000 Tonnen Aluminium, 530'000 Tonnen Eisen und Stahl, 28'000 Tonnen Kupfer und 103 Kilo Gold gesammelt). Elektroschrott wird grösstenteils in der Schweiz recycelt und nicht in Länder exportiert, deren Qualitäts- und Umweltrichtlinien bei der Verschrottung nicht jenen der Schweiz entsprechen.

 

 

Die schweizweite Kampagne läuft in zwei Wellen im Frühjahr (März) und Herbst (November). Sie besteht aus Fernseh- und Kinospots, einer Microsite, Plakaten, Onlinewerbung und Aktionen in den sozialen Medien. Im Zentrum der Kampagne steht die Botschaft «Schliesse den Kreis» («Boucle la boucle», «Chiudi il cerchio»). Grafisch umgesetzt wurde sie von der Basler Design-Agentur Suan Conceptual Design. Die Filme wurden von der Firma Fadeout produziert.

 

 

 

 

 

 

Verantwortlich bei SENS: Heidi Luck (Geschäftsführerin), Sabrina Bjöörn (Leiterin Marketing und Kommunikation). Verantwortlich bei Suan Conceptual Design: André Konrad (Projektleitung, Beratung), Susanne Hartmann (Konzept, Grafik). Konzept und Text: Andreas Hornung. Film: Fadeout. Foto: Lea Meienberg.

Mo 27.02.2017 - 14:29
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