«Besser Lesen. Besser Leben.»

Orell Füssli Thalia engagiert sich mit der Kampagne «Besser Lesen. Besser Leben.» gegen Lese- und Schreibschwäche in der Schweiz.

Illettrismus bedeutet, dass Erwachsene die Grundkompetenzen Lesen und Schreiben trotz Absolvierung der obligatorischen Grundschule zu wenig beherrschen, um den Anforderungen von Beruf, Alltag und Gesellschaft zu genügen. Rund 800‘000 Erwachsene in der Schweiz sind davon betroffen. Als grösste Buchhandlung der Schweiz will die Orell Füssli Thalia zusammen mit dem Schweizer Dachverband Lesen und Schreiben mithelfen, das Tabu Illettrismus zu brechen und den betroffenen Personen aufzuzeigen, dass es Lösungen gibt.

 

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«Lesen und schreiben zu können, bedeutet einfacher durchs Leben zu gehen. Als grösster Schweizer Buchhändler wollen wir unseren Teil zur Verbesserung der Situation beitragen, die Öffentlichkeit auf die Illettrismus-Problematik aufmerksam machen und die Betroffenen ermutigen, etwas an ihrer Situation zu ändern. Es ist ein erster Schritt für ein langfristiges Engagement in diesem Bereich», sagt Coralie Klaus Boecker, Leiterin Marketing & Kommunikation bei der Orell Füssli Thalia. Die Kampagne «Besser Lesen. Besser Leben.» soll in den nächsten Jahren laufend erweitert werden.

Illettrismus ist auch auf Bundesebene ein Thema. Am 1. Januar tritt das neue Bundesgesetz über Weiterbildung in Kraft, das unter anderem die Massnahmen zum Erwerb und Erhalt von Grundkompetenzen Erwachsener regelt.

 

 

Erklärvideo und Stofftaschen als Herzstück der Kampagne

Erste Massnahme im Rahmen der Sensibilisierungskampagne der Orell Füssli Thalia gegen Lese- und Schreibschwäche ist ein einfaches, unterhaltsames Erklärvideo mit verkörperten Buchstaben, das auf der eigens dafür eingerichteten Website sowie auf den Social-Media-Kanälen des Unternehmens publiziert ist und breit gestreut wird. Der Clip thematisiert Alltagssituationen, die für Personen mit Lese- und Schreibschwäche zum Spiessrutenlauf werden können. Er soll in erster Linie Mut machen und die betroffenen Personen zum Besuch von Kursen animieren. Ein integrierter Link führt direkt zu geeigneten Angeboten und Kursen des Schweizer Dachverbands Lesen und Schreiben, eine Hotline-Nummer ermöglicht mündliche Auskünfte. In allen 32 Filialen sowie auf den Onlineshops der Orell Füssli Thalia sind spezielle Stofftaschen erhältlich, deren Teilerlös der Sensibilisierungskampagne zugutekommt.

 

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Verantwortlich bei Orell Füssli Thalia AG: Coralie Klaus-Boecker (Leiterin Marketing & Kommunikation), Claudia Imhasly (Communication Managerin). Projektpartner: ZüriZee Werbeagentur: Oliver Schneider (Videokonzept, Storyboard). CA-Media: Flavio Camenzind (Videoproduktion). Flowcube Communications: Alfredo Schilirò, Saverio Genzoli (Kampagnenkonzept, Public Relations).

Fr 02.12.2016 - 12:28

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«Besser Lesen. Besser Leben.»
Orell Füssli Thalia engagiert sich mit der Kampagne «Besser Lesen. Besser Leben.» gegen Lese- und Schreibschwäche in der Schweiz.
Die Firma Orell Füssli Thalia engagiert sich für ein Thema, das in der Schweiz seit Jahrzehnten verdrängt wird.

Hier einige kritische Gedanken zur Kampagne ‚Besser Lesen. Besser Leben‘.
Die Aktion von Orell Füssli Thalia richtet sich vor allem an Erwachsene, welche die Grundkompetenzen Lesen und Schreiben zu wenig beherrschen, obschon sie die obligatorische Volksschule besucht haben.
Heute geht man davon aus, dass ca 15-20% der Schülerinnen und Schüler, welche die obligatorische Schule nach neun Jahren verlassen, Probleme haben mit Lesen und Schreiben.
Die Vermittlung von Lesen und Schreiben gehört zum Grundauftrag der Volksschule. Das Hauptproblem der Volksschule sind ungenügende finanzielle Mittel, um diesem Auftrag gerecht zu werden. Da genügen auch die 30‘000 Gratisstunden von Seniorinnen und Senioren nicht, welche diese in der Region Bern in Schulen leisten.
Neben Kampagnen für betroffene Erwachsene braucht es dringend Sofortmassnahmen für Lernende, während der neun Jahre dauernden Volksschule.
Es braucht eine Gesamtstrategie, welche das Thema Illettrismus ganzheitlich angeht: Frühe Kindheit, Vorschule, obligatorische Schule, Sekundarstufe II (16-20-jährige) und Erwachsenenbildung.
Sonst besteht einmal mehr die Gefahr, dass aufwendige und gut gemeinte Initiativen nur wenig Betroffene erreichen.

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