«Action» für Talent Screen

Film Wirz Werbung promoted einen Pitch für Newcomer mit frischen Ideen für Kino, TV und Werbung.

Film Wirz Werbung promoted einen Pitch für Newcomer mit frischen Ideen für Kino, TV und Werbung.

Wettbewerbe, bei denen fertige Arbeiten prämiert werden, vermehren sich mit inflationärer Tendenz. Neu ist aber ein Filmwettbewerb, bei dem auch die Talente der Zukunft ihre Chance bekommen. Eine herausragende Idee – aber bisher kein Geld für eine professionelle Umsetzung: Wer unter diesem Branchenübel leidet, findet Hilfe mit der ersten Ausgabe von Talent Screen. Ausgeheckt wurde der Event von den jungen Filmproduzenten Stefan Zuber, Min Li Marti und Philip Delaquis und ihrem Projektbüro Das Kollektiv GmbH in Zürich. Talent Screen will sich als Plattform für neue Filmschaffende etablieren und geniesst bereits das Patronat vom Bundesamt für Kultur des EDI.Für die Promotion haben die Filmenthusiasten Wirz Werbung für eine umfassende Kampagne begeistern können, dazu als wichtigste Sponsoren Tages-Anzeiger und Cinecom sowie Ultra Images und JingleJungle Sounddesign für die Gestaltung eines Kinospots.
Das «Grümpelturnier für Filmtalente» wird zeitgleich, aber unabhängig mit der ersten Ausgabe des neuen Zürich Film Festivals lanciert, das vom 5. bis 9. Oktober im Umfeld der Hochschule für
Gestaltung und Kunst stattfindet (www.zurichfilmfestival.org).
Die Talent Screen am 7. Oktober besteht aus zwei verschiedenen Wettbewerben, einem am System «Poetry-Slam» angelehnten «Pitch Battle» sowie einem kreativen Parcours «Movie Marathon».
Publikumsapplaus entscheidet
Beim «Pitch Battle» müssen sich Autorinnen und Autoren mit ihrer Filmidee für einen Spielfilm ab 60 Minuten messen. Die Teilnehmenden treten im Cupsystem gegeneinander an und haben vor dem Publikum nur fünf Minuten Zeit, um ihre Idee zu präsentieren. Zur Verfügung stehen nichts weiter als eine Bühne und ein Mikrofon. Wer eine Runde weiterkommt, entscheidet die Lautstärke des Publikumsapplauses. Am Schluss bleibt das «Pitch Talent 2005».
Dieses Talent wird mit einem Powerbook von Apple sowie einer Flasche Whiskey belohnt und darf drei Wochen gratis im Hotel Lenkerhof wohnen, um dort die Idee in eine drehbuchreife Fassung zu bringen.
Für den «Pitch» sind maximal acht Personen zugelassen. Falls sich mehr Ideenschwangere anmelden, gibt es eine Vorauswahl. In dieser Jury sitzen die Produzenten Meret Nora Burger und Valentin Greutert sowie der eben in Locarno mit einem Nachwuchsleoparden ausgezeichnete Drehbuchautor Micha Lewinsky.
Beim zweiten Wettbewerb geht es neben Ideen auch um handwerkliches Talent. «Movie Marathon» heisst: 48 Stunden Zeit, 0 Budget und die Chance, einen Kurzfilm zu drehen, der gesehen wird. Punkt 12 Uhr, am Dienstag, 4. Oktober, wird den Teilnehmenden ein Umschlag mit einem Thema abgegeben. Dann heisst es «Kamera, Action», und die Teams schwärmen aus, um nach 48 Stunden mit einem höchstens fünf Minuten langen Wettbewerbsbeitrag zurückzukommen.
Die besten Arbeiten werden am 7. Oktober an der Talent Screen im Zürcher Mascotte gezeigt. Das Publikum wählt den Sieger mit Klatschen. Das Siegerteam erhält einen Pokal und die Auszeichnung «Film Talent 2005». Dieser Titel soll bei der Job- und Geldsuche in der Filmszene behilflich sein. Die fünf besten Teams können zusätzlich an einer «Talent Academy» teilnehmen. Hier wollen Branchenprofis Feedbacks vermitteln.
In der Jury des «Marathon» wirken unter anderen der CD Matthias Freuler, Produzent Andres Brütsch, Regisseur Christoph Schaub und die Filmjournalistin Irene Genhart mit. Anmelden für beide Wettbewerbe kann man sich unter www.talentscreen.ch, wo es auch weitere Informationen gibt.

Auch Werber können profitieren

Bei Talent Screen sind auch junge Talente aus der Werbebranche willkommen, sei es als zukünftiges Regietalent für Spots oder als Ideenlieferanten für Filme. Umgekehrt sollen etablierte Werber rund um den Wettbewerb ins Gespräch mit potenziellen Mitarbeitenden kommen. Um diesen Prozess des Austauschs mit neuen Talenten in Gang zu setzen, hilft Wirz Werbung mit drei Inseraten, die im Tages-Anzeiger plakativ nach neuen Filmstars suchen.
Die Sujets sind wie Kinoschrifttafeln am Broadway gestaltet und sollen zum Mitmachen am Wettbewerb aufrufen. In einer zweiten Phase soll ein Flyer für den 7. Oktober rund 400 Interessierte als Publikum an den Event im Zürcher Mascotte locken.
Der Spot, der von Wirz Werbung mit Ultra Images und JingleJungle realisiert worden ist, wirkt selber bereits preisverdächtig mit seiner Idee, in wenigen Sekunden zu dramatischer Musik nur den Titel und einen Abspann zu zeigen. Dazwischen hört man Wind und einen Schrei. Für den restlichen Inhalt sind die Teilnehmer des Wettbewerbs gefordert. Der Spot wird von Cinecom über das neue digitale Netz deutsch und französisch in allen wichtigen Filmkunstkinos der Schweiz gezeigt. (pan)
Andreas Panzeri

Mo 18.08.2008 - 12:04

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