Wer wird Werber des Jahres 2015?

Am 18. Juni wird der «Werber des Jahres 2015» gekürt. Wir stellen die drei Nominierten vor.

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«Wenn ich nicht Werber des Jahres werde, eröffne ich in Zürich eine Dueling Piano Bar», haben Sie 2012 anlässlich Ihrer ersten «Werber des Jahres»-Nomination angekündigt. Was wurde daraus?

Es blieb leider beim Plan. Aber offensichtlich kriege ich jetzt eine zweite Chance.

Damals arbeiteten Sie noch bei Maxomedia, der Agentur, die Sie als Student und Online-Pionier mitgegründet haben. Und Sie sagten von sich, dass Sie «kein typischer Werber» und vielleicht auch deshalb nominiert worden seien. Wie sieht das heute aus als CEO von Jung von Matt/Limmat?
Offenbar gibt es immer weniger typische Werber... Im Ernst: Heute muss jeder in der Werbung Pionierarbeit leisten. Die stetige Suche nach neuen Lösungen, das dauerhafte Lernen und Experimentieren, entspricht mir sehr. So gesehen bin ich heute vielleicht sogar ein typischer Werber – in einem neuen Sinn des Wortes.

Was waren in den letzten zwölf Monaten Ihre Höhepunkte bei Jung von Matt/Limmat?
Mein neues Umfeld schafft laufend Höhepunkte: Herausragende Arbeiten in Projekten, spannende Gespräche mit Kunden und die inspirierende Zusammenarbeit mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Wenn ich etwas herausgreifen müsste, dann vielleicht die Gründung von Jung von Matt/Impact. Die Geschwindigkeit, mit der wir die Agentur für datengetriebenes Online-Marketing ins Leben gerufen und an den Markt gebracht haben, lässt bei mir Pioniergefühle aufkommen.

Jvm.ch

  • Studium Betriebswirtschaft und Kommunikation an der Universität Fribourg
  • 1996 Co-Gründer Maxomedia
  • seit 2014 Mitinhaber und CEO von Jung von Matt


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Sie machen derzeit mit dem neuen Markenauftritt von Orange ziemlich von sich reden. Ist das mit ein Grund, dass Sie von den ehemaligen «Werber des Jahres»-Nominierten zur Wahl vorgeschlagen wurden?
Die Vorschläge wurden wohl abgegeben, bevor das Orange Rebranding bekannt und die Kampagne vorgestellt wurde. Ich glaube weniger, dass mich die Ehemaligen als den Werber des Jahres vorschlagen. Viel eher wird Publicis wohl die Werber des Jahres vorgeschlagen haben – wir haben die letzten Jahre in einem schwierigen Umfeld erfolgreich grosse, integrierte Kampagnen realisiert, dabei kreativ national und international gepunktet und mit unseren Kunden die Ziele erreicht. Ich könnte mir vorstellen, dass der Vorschlag diese Agentur-Leistung honoriert.

Der «Werber des Jahres» ist ein Kreativ-Wettbewerb. Worin sehen Sie als CEO von Publicis Ihren Beitrag zum Erfolg der Werbekampagnen?
Die Hauptaufgabe ist schon mal, gute Kampagnen nicht zu verhindern. Vielleicht kann man es mit einem Fussballtrainer vergleichen: Man bemüht sich um das richtige Team, die besten Rahmenbedingungen, versucht zu motivieren und die richtige Strategie auf die Tafel zu malen. Wobei ich in diesem Beispiel schon immer eher Spielertrainer war – ich funktioniere besser als Teil der Mannschaft als von der Seitenlinie aus. Auf jeden Fall ist die richtige Teamkonstellation der grösste Beitrag, den ich leisten kann.

Das ist Ihre erste Nomination zum «Werber des Jahres». Wieso sollten Sie gleich beim ersten Mal gewinnen?
Vielleicht kommt dieses Jahr halt einfach alles zusammen – die Früchte unserer Arbeit der letzten drei Jahre, die Gesamtkampagne für Swiss, die überall gewinnt, und dann noch der Launch von Salt – ein sehr guter Jahrgang.

Publicis.ch
 

  • 1990 in die Werbung eingestiegen, nach KV und erster Weiterbildung in der Werbung
  • 2000 Managing Director bei McCann Erickson in Genf
  • 2003 COO, 2005 CEO McCann Erickson Schweiz
  • 2008 Einstieg bei Publicis
  • seit 2010 CEO von Publicis Schweiz

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    2014 war Ihr Partner und Mitgründer von Hinderling Volkart, Michael Hinderling, zur Wahl nominiert. Warum hat die Agentur genau dieses Jahr eine Auszeichnung zum «Werber des Jahres» verdient?
    Dass wir zwei Jahre in Folge für diesen Titel nominiert sind, ehrt uns sehr. Und hat auch gute Gründe: 2015 haben wir immerhin den Lead im Ranking der Digitalagenturen übernommen, bei den Best of Swiss Web Awards den Master und neun weitere Auszeichnungen gewonnen – und schliesslich vom ADC einen der vier dieses Jahr vergebenen Goldwürfel erhalten.

    Was macht Eure Webagentur so erfolgreich?
    Wir sind in der glücklichen Lage, immer wieder die besten Talente anzuziehen: Menschen, die neue Impulse geben für Projekte, die Kunden und User begeistern. Das wiederum hilft, weitere gute Mitarbeiter und mutige Kunden zu gewinnen. Dieser Kreislauf ist ein wichtiger Erfolgsfaktor für unsere Agentur.

    Was würde ein Sieg für Sie bedeuten?
    Für Hinderling Volkart wäre es eine riesig grosse Anerkennung unserer leidenschaftlichen und harten Arbeit. Für mich persönlich wäre es ein grossartiges Geburtstagsgeschenk am Tag der Preisverleihung.

    Hinderlingvolkart.com
     

    • C-Matura am MNG Rämibühl
    • Studium Grafik und Mediendesign an der F+F Schule Zürich
    • Beginn selbständige Tätigkeit im Bereich Grafik und Web
    • 2007 Gründung von Hinderling Volkart

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    Mi 06.05.2015 - 14:05

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