Werber des Jahres: Die Nominierten

Wer wird Werber des Jahres 2014? Die sechs Nominierten stehen fest und verraten, wieso sie am 5. Juni Nachfolgerin oder Nachfolger von Peter Brönnimann werden wollen.

Jetzt sind die Abonnenten eingeladen zu wählen, wer nächstes Jahr die Branche repräsentieren soll. Die Abstimmungskarten folgen per Post. Gekrönt und gefeiert wird am 5. Juni im Rahmen des Markenkongresses im Dolder Grand.


Die Nominierten:


Geri Aebi

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«Wählen Sie mich bitte nicht zum Werber des Jahres 2014, wenn Sie finden

- dass nur ein aktiver CEO oder CD einer Agentur diesen Titel verdiene und nicht einer, der beides zwar während vieler Jahre war, heute aber nur noch die grösste inhabergeführte Kommunikationsgruppe der Schweiz leitet
 
- dass die Person letztlich wichtiger sei als die Agentur, auch wenn es diese schon 78 Jahre gebe

- dass Wirz ja nicht erst seit letztem Jahr wieder «back in business» sei und es darum keinen Grund gebe, den dafür mitverantwortlichen Chef ausgerechnet jetzt mit einem Titel auszuzeichnen, der sich ja nur auf ein Jahr beziehe und nicht auf die mehrjährige erfolgreiche Arbeit eines gut aufgestellten und gut eingespielten Teams

- dass das Amt als frisch gewählter Präsident von bsw leading swiss agencies ja schon genug der zusätzlichen Ehre sei

- und dass Frank Bodin es ja auch erst nach 10 und nicht schon nach 5 Nominationen geworden sei.»


Wirz

Seit 2010 CEO Wirz Gruppe
Seit 2005 Mitinhaber Wirz Gruppe
2002–2010 CEO Wirz Werbung
1997–2002 CEO GGK Wien
1983 lic. oec. publ. Uni Zürich
Neu Präsident BSW
1997 Cannes Filmjury, Mitglied ADC

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Regula Fecker

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«Empfehlungsschreiben Werber des Jahres

Ich liebe meine Arbeit als Werberin. Es gibt keinen anderen Beruf, indem so viele interessante Aufgaben zusammenkommen. Als Werber müssen wir den Zeitgeist wittern, indem wir Menschen und ihr Verhalten beobachten und daraus Erkenntnisse ziehen. Wir müssen die Mediennutzung permanent verfolgen, um zu wissen, wie wir Zielgruppen heute und morgen erreichen. Wir müssen kreativ sein können, wenn uns das Wasser bis zum Halse steht. Wir müssen aus Millionen von Worten die richtigen fünf finden, welche die seitenlange Aufgabe eines Kunden lösen. Wir müssen diese fünf Worte fesselnd verkaufen können, sie durch Arbeitsgruppen und Gremien, über Wochen und Monate schützen, hegen und pflegen. Ich liebe meine Arbeit, denn sie wirkt so einfach, ist aber saukomplex. Als Werberin des Jahres würde ich mich dafür einsetzen, dass unsere Branche den Mut wiederfindet, sich nicht ständig unter ihrem Wert zu verkaufen. Denn es ist für uns alle an der Zeit, einen Gang höher zu schalten, sonst werden wir überholt.»


Rod Kommunikation

Regula Fecker ist eine von vier Partnern der Agentur Rod. Die Strategin und Werberin des Jahres 2010 zeichnet mitverantwortlich für die aktuelle «Love Life – Bereue nichts»-Kampagne sowie für viele andere populäre Kampagnen, wie zum Beispiel «Slow down. Take it easy.». Daneben forscht sie leidenschaftlich gern über die Schweizer Werbebranche. 2012 wurde Fecker in den Verwaltungsrat der SRG gewählt.

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Michael Hählen

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«Zwischen Busswil, Suberg und Grossaffoltern

Die Mission unserer Agentur ist eigentlich einfach: Immer geht es um die Beziehung zwischen Menschen und Marken. Dabei tragen uns einige Überzeugungen:

Wir glauben, dass es eine Strategie braucht – unabhängig von der Aufgabe, dem Budget und der Kundengrösse. Wir sind überzeugt, dass Markenführung und Verkauf zusammengehören, und dass richtig eingesetzte Kreativität die Kommunikationswirkung markant erhöht. Und wir sind begeistert, nimmt das digitale Zeitalter jetzt so richtig Fahrt auf.

Neue, vielfältige Möglichkeiten schaffen Spielraum für die personalisierte Ansprache und den individuellen Austausch zwischen Unternehmen, Marken und Menschen. Und sie geben all jenen eine Stimme, die sich ernsthaft mit ihrem Gegenüber, mit Konsumenten, Freunden und Kritikern auseinandersetzen.

Bewusst zeige ich an dieser Stelle Kampagnen für innovative KMU. Wenn Sie mir Ihre Stimme geben, so votieren Sie auch für erfolgreiche Kommunikation, die ausserhalb der grossen Zentren entsteht und wirkt.»


In flagranti

Matura Typus A, 1986
SAWI, 1987–1988
Studium Medien- und Kommunikationswissenschaften, 1990–1992
Gründung In flagranti (heute 30 Mitarbeitende)
Nachdiplomstudium KMU HSG, 2004–2005
Mitglied Vorstand BSW, seit 2012

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Michael Hinderling

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«Es ist Zeit umzudenken und sich nach vorne zu orientieren. Dank den digitalen Möglichkeiten stehen wir an einem Wendepunkt in der Kommunikation.

Wir sollten aufhören, von einer Krise zu sprechen, und die Chancen sehen, welche die Werbung mit der digitalen Entwicklung mit sich bringt. Wir hatten noch nie zuvor die Möglichkeit, Werbung so unterhaltsam, dynamisch und relevant zu gestalten.

Die Zeit reiner Unterbrecherwerbung ist vorbei. Die Konsumenten sind keine primitiven Empfänger, sondern sind informiert und können ihre Meinung öffentlich kundtun. Darum muss man sie ernst nehmen und ihnen das geben, was sie suchen.

Gute Werbung wird nicht als störend wahrgenommen, sondern als eine Bereicherung.

Es braucht Werbung, um dem Konsumenten das zu geben, was er sucht. Oder noch besser: Das zu geben, was er in Zukunft suchen wird.

Als Werber des Jahres und als ‹ digitaler Ambassador › möchte ich mich dafür einsetzen, dass die Digitalisierung des Marketings auch im Bereich der Werbung zeitgemäss und kreativ genutzt wird.»


Hinderling Volkart

Nach dem Studium in Grafik- und Mediendesign sammelte Michael Hinderling erste Berufserfahrungen bei verschiedenen Web- und Motiondesign-Agenturen. Nach dreijähriger Tätigkeit als Art Director und einer Weltumreisung gründete er 2007 zusammen mit Michael Volkart die Webagentur Hinderling Volkart, welche heute 25 Mitarbeiter beschäftigt. Nach nur wenigen Jahren ist die Agentur bereits auf Platz 3 im Best of Swiss Web Ranking (Gesamtranking aller Agenturen in der Schweiz) und auf Platz 1 im Bereich «Creation». Michael Hinderling ist Dozent an der BSW Kreativschule und Juror in diversen Award-Organisationen.

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Alexander Jaggy

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«Pierre Meier hat mich über die Nomination telefonisch informiert. Es ist eine grosse Ehre, zum vierten Mal als Werber des Jahres vorgeschlagen zu werden. Einerseits als Würdigung für eine gute Jahresleistung mit dem Gewinn des Raiffeisen-Etats, als erfolgreichste Agentur beim ADC Schweiz und zwei von vier Goldmedaillen beim EFFIE Schweiz. Andererseits als Anerkennung für viele kreative Spitzen über einen längeren Zeitraum mit Kampagnen für Kunden wie Graubünden, Migros, Mercedes-Benz, NZZ, Max Shoes und Pro Infirmis. Wir leben in spannenden Zeiten. Die Erfindung des Computers, die Verbreitung des Internets und das Aufkommen sozialer Medien haben uns die Türen weit geöffnet. Genau das motiviert mich, jeden Tag in die Agentur zu kommen und mit unseren Teams an neuen Kommunikationslösungen herumzutüfteln. Ideen, die Menschen und Marken bewegen. Dafür möchte ich mich einsetzen. Und natürlich für den Weltfrieden.»


Jung von Matt/Limmat

Seit 24 Jahren in der Werbung Executive Creative Director und Mitinhaber
Seit April 2001 bei Jung von Matt/Limmat
Vorherige Stationen: BBDO Zürich, GGK Zürich, Springer und Jacoby Hamburg, Jung von Matt Hamburg
Vorstandsmitglied ADC Schweiz, Mitglied ADC Deutschland


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Philipp Skrabal

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«Was denn meine Botschaft als «Werber des Jahres» wäre, hat man mich gefragt. «Erfolg bedingt Lust auf Veränderung» würde diese in etwa lauten.

Veränderung heisst mehr Selbstvertrauen: Nie war eine gute Idee kostbarer als heute, wo man sich die Gunst des Publikums je länger, je weniger kaufen kann. Dennoch verramschen wir Ideen und holen das Geld lieber mit austauschbaren Realisationsleistungen rein. Selbstbewusster wäre es, über Honorarmodelle mit leistungsabhängigen Komponenten nachzudenken.

Mehr Offenheit: Marketing- und Corporate Communication – macht diese Teilung denn noch Sinn? Mit FB, Twitter & Co verschmelzen die Bereiche sowieso und abgesehen davon kommt man gemeinsam auf viel bessere Ideen.

Mehr Neugier: Da gibt es beispielsweise den Studiengang «Cast», wo junge Leute «Content» zu konzipieren lernen. Einen Job finden sie trotz ihres Wissens schwer, weil sie partout nicht in das AD/Texter-Schema passen wollen. Ein oder zwei Praktikanten aus dem Bereich und schon hat man eine Frischzellenkur für die gesamte Agentur.

Oder nach Franz Kafka: Wege entstehen dadurch, dass man sie geht.»

Farner Consulting

Seine berufliche Laufbahn begann Philipp Skrabal 1985 an der ZHdK in Zürich, seinen Ausbildungsplatz zum Grafiker ergatterte er sich als Graffiti-Sprayer. 2004 startete Skrabal als Creative Director bei Publicis, später wurde er Executive Creative Director und Mitglied der Geschäftsleitung bei Advico Young & Rubicam, dann Mitinhaber und Geschäftsführer Kreation bei Wirz. Ab August 2014 wirkt er als COO bei Farner Consulting. Als Vorstandsmitglied des ADC ist er für das Ressort Ausbildung zuständig. Seine jüngsten Arbeiten wurden kürzlich mit vier Silber-EFFIEs und dem Crossmedia Award in Gold gewürdigt.

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Fr 23.05.2014 - 11:34

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