PokeRT: Wie finanzieren sich Medien im Internet?

Am Dienstagabend wurde im Zürcher Plaza Club PokeRT, die neue Social Media Partyserie, gestartet. Dabei fand der erste linkRiss Talk zum Thema Medienfinanzierung im Netz statt.

Organisiert wurde die erste Ausgabe von PokeRT von der Agentur Kublé, mit der Unterstützung des Plaza und von dem Digital Media Distribution Unternehmen DMD2. Der Name verbindet die Begriffe Poke (Anstupsen auf Facebook) und RT (Retweet auf Twitter). Im Mittelpunkt des Anlasses stand der linkRiss Talk: Im Gespräch mit Blogwerk-CEO Andreas von Gunten, Journalist und Autor Mark van Huisseling und Chris Öhlund, Head of Digital Media der Blickgruppe, diskutierte Christian Leu darüber, wie sich Medien zukünftig im Netz finanzieren werden. Leu schreibt den wöchentlichen Newsletter linkRiss «rund um das Leben im Netz».

Blogger Von Gunten plädierte vehement für freie Inhalte im Web. Er argumentierte damit, dass für die mediale Verbreitung von Inhalten nach der Produktion keine weiteren Kosten mehr anfallen, was eine Kostenpflicht im Internet für – zumindest kopierten – Content nicht rechtfertige. Öhlund war demgegenüber der Meinung, dass sehr wohl eine Bereitschaft vorhanden sei, für Inhalte im Netz zu bezahlen. Als Beispiel nannte er die Blick App, welche sich reger Nachfrage erfreue.

Für Von Gunten sind mit dem Internet goldene Zeiten für Content-Produzenten angebrochen, da nun die Möglichkeit bestehe, die Inhalte selbstständig zu verbreiten. Dies sei jedoch für die meisten Content-Produzenten nicht von Vorteil, wandte Van Huisseling ein. Wenigen gelinge es, damit Geld zu verdienen. Traurig darüber war der Kolumnist jedoch nicht. Die meisten Inhalte im Netz seien es sowieso nicht wert, gelesen oder bezahlt zu werden. Auch das Publikum wurde miteinbezogen: Während der Podiumsdiskussion konnten die Gäste via Facebook und Twitter ihre Kommentare in das Gespräch einfliessen lassen.

Als Überraschungsgast wurde der Sänger Seven mit seiner Band engagiert. Für die musikalische Unterhaltung danach sorgte Social Media DJ Aleggs, der von Bern aus die Musik zusammenstellte. Die Gäste konnten die Musik per Facebook und Twitter selber bestimmen. Durch den Abend führte Tanja Dankner.



(v.l.n.r: Andreas von Gunten, Chris Öhlund, Tanja Dankner, Christian Leu, Mark van Huisseling)








Mi 08.12.2010 - 14:05

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