Online-Werbemarkt wächst verhaltener als prognostiziert

Ein Blick über die Grenze zeigt: Der deutsche Online-Werbemarkt wächst weiter zweistellig. Allerdings nicht so stark wie noch zu Jahresbeginn prognostiziert. In Deutschland fliessen bereits 12 Prozent der Werbeausgaben in den Online-Bereich. In der Schweiz erst zwei Prozent.

Ein Blick über die Grenze zeigt: Der deutsche Online-Werbemarkt wächst weiter zweistellig. Allerdings nicht so stark wie noch zu Jahresbeginn prognostiziert. Gemäss der deutschen Online-Plattform Kress.de erwartet der Online-Vermarkterkreis (OVK) im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) Werbeausgaben in Höhe von 3,6 Milliarden Euro, ein Plus von 25 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

2007 lag die Zuwachsrate noch bei 40 Prozent, 2006 bei 80 Prozent. Der Marktanteil von Online im gesamten Mediamix soll dieses Jahr 13,5 Prozent (2005: 4,4 Prozent) erreichen. Mit 1,8 Milliarden Euro entfällt das größte Stück des Online-Werbekuchens in Deutschland auf klassische Banner, der Rest verteilt sich auf Suchwortvermarktung (1,5 Milliarden Euro) und Affiliate-Netzwerke (268 Millionen Euro). Der OVK-Vorsitzende Paul Mudter sieht laut Kress.de in den Zahlen eine «endgültige Etablierung des Online-Segments».

Auch Schweizer Werbeagenturen würden langsam die Möglichkeiten des Online-Marketings erkennen, sagte Andreas Schönenberger, Country-Manager Schweiz bei Google, gemäss der Handelszeitung diese Woche an einer Fachtagung. Zurzeit fliessen erst zwei Prozent der Schweizer Werbebudgets in den Online-Bereich. Ein verstärktes Wachstum sei jedoch abzusehen. In Deutschland liegt der Anteil bereits bei 12 Prozent, in Grossbritannien bei über 20 Prozent. Es sei zentral, dass Offline-Kampagnen durch Online-Angebote ünterstützt würden, denn Konsumenten erwarten zu Print- oder Fernsehwerbung weiterführende Informationen, sagte Schönenberger weiter.

Do 18.09.2008 - 13:02

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