News

04.02.2010 | 11:01
MEDIA & MEDIEN
0 KOMMENTARE
KOMMENTAR HINZUFÜGEN

Alkoholwerbung am TV: Interesse «nicht gewaltig»

Die SRG-Sender dürfen seit Montag Werbung für Bier und Wein ausstrahlen. Die ersten Werbespots flimmerten bereits über den Schirm. Das Interesse ist laut der SRG-Werbevermarkterin Publisuisse aber «nicht gewaltig».

Publisuisse rechnet damit, dass die Aufhebung des Verbots rund 3 Millionen Franken zusätzlichen Umsatz pro Jahr bei der SRG-Werbung bringen wird, wie Finanz- und Betriebschef Othmar Stadelmann auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA sagte. Bei einem Gesamtumsatz von jährlich 300 Millionen Franken ist das ein eher bescheidener Betrag.

Es werde wohl auch eine gewisse Verlagerung stattfinden, sagte Stadelmann. Wer bisher Spots für alkoholfreies Bier schaltete, könnte beispielsweise auf diese verzichten und stattdessen für alkoholhaltiges Bier werben. Bisher hätten vor allem Bierbrauer ihr Interesse angemeldet.

Noch keine Reaktionen beim Bakom eingegangen

Auch beim Bund lief die neue Regelung ruhig an: Beim Bundesamt für Kommunikation (Bakom) meldeten sich im Vorfeld Interessenten für Werbespots, um die Rechtslage abzuklären, wie Sprecherin Caroline Sauser sagte. Die Beschränkungen im Gesetz sind nämlich zahlreich: So dürfen etwa Jugendliche nicht Zielgruppe der Spots sein, und es darf nicht zu übermässigem Konsum ermutigt werden. Das Bakom werde mit den üblichen Stichproben überprüfen, ob die Regeln eingehalten würden, sagte Sauser weiter. Zudem werde das Amt Meldungen von Zuschauern nachgehen. In den ersten Tagen seien aber noch keine Reaktionen eingegangen.

Die Lage genau beobachten wollen auch die Suchtverbände, wie die Schweizerische Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme und der Fachverband Sucht mitteilten. Sie halten die Alkoholwerbung am TV für «grundsätzlich inakzeptabel».

Anzeige

ZUM SELBEN THEMA IN DER WERBEWOCHE

ABO-SERVICE

MIT EINEM ABO DER WERBEWOCHE WERDEN SIE AUCH ONLINE-MEMBER

Mit einem Print-Abonnement haben Sie ab sofort kostenlosen Zugang zum Internet-Archiv der Werbewoche. Dort können Sie mittels einfacher Stichwortsuche auf sämtliche Artikel der letzten sieben Jahre zurückgreifen - blitzschnell und zum Nulltarif!

Testen Sie jetzt zwei Wochen lang unser kostenloses Probe-Abo und überzeugen Sie sich selbst!

ZUM BESTELLSERVICE

UMFRAGE

Wird die Qualität des Journalismus durch einseitige Sparmassnahmen der Verlage bedroht?

AKTUELLE WERBEWOCHE

Martin Wagner, der neue Verwaltungsratspräsident der Basler Zeitung Medien, äussert sich im Gespräch mit Werbewoche-Chefredaktor Pierre C. Meier zu seinen Plänen und zur heutigen Situation der Tagespresse.

AKTUELLE WERBEWOCHE

Jedes Schweizer Kind kennt Spick, für viele heute 35- bis 45-Jährige war das Schülermagazin Teil ihrer Jugend. Seit 28 Jahren berichtet Spick über alles, was Kinder zwischen acht und fünfzehn interessiert, seit 1997 auch auf Spick.ch. Nun hat der Verlag eine Community geschaffen, die so sicher ist, wie es im Internet nur geht. Und erbringt damit eine Pionierleistung.

AKTUELLE WERBEWOCHE

Die Wirtschaft zieht an und damit beginnt sich auch das Karussell der Karrieren wieder etwas mehr zu drehen. Eine von vielen als spektakulär eingestufte Rochade hat bei Advico Young & Rubicam stattgefunden.