Zu guter Letzt: Zu Gast im Gamehotel
So viel sollte inzwischen jedem klar sein: «Gamen» ist längst nicht mehr nur ein das Eltern-Kind-Verhältnis arg belastendes Übel. Was Computerspiele heute alles zu leisten im Stande sind und auf welchen Gebieten der riesigen Game-Welt derzeit die spannendsten Entwicklungen zu beobachten sind, wurde im Rahmen des Gamehotel-Kongresses Ende letzter Woche in Zürich diskutiert. Was der amerikanische Impact-Games-Mitgründer Eric Brown unter «News Games» versteht und wie er mit dem von seinem Unternehmen entwickelten «Play The News»-Tool aktuelle Nachrichtenmeldungen in kleine, Kontext vermittelnde «Spiele» umwandelt, besprach die Werbewoche mit ihm bereits im Vorfeld (siehe «Spielen mit den Nachrichten»). Doch auch etliche andere Referate und Voten lieferten spannende Informationen. So erzählte ein Microsoft-Vertreter im Panelgespräch von der sehr langsam aber stetig fortschreitenden Entwicklung der Ingame-Werbung. Wenn die Werbung dem Charakter und Look eines Spiels gemäss eingesetzt werde, sei diese vom Konsumenten sehr erwünscht, sagte er. Des Weiteren habe man bei der Lancierung der speziellen Konsolspiel-Plattform XBox Live herausgefunden, dass die Spieler kein Interessse daran hätten mit wildfremden Leuten auf der ganzen Welt zu zocken. Man wolle sich mit Leuten messen, die man kenne, sagte der Microsoft-Mann und wies dabei auf den unglaublichen Erfolg von Community-Plattformen wie Facebook und Myspace hin. Zum Schluss gab der amerikanische Spielentwickler Chris Hecker in einem unglaublichen Tempo einige Einblicke in das Thema «User Generated Content» und zeigte, mit wie viel zeitlichem Aufwand und Ideenreichtum sich eine sehr hohe Zahl von Gamern inzwischen selber aktiv an ihren Lieblingsspielen – letztes Beispiel war der von Hecker mitentwickelte Titel «Spore», bei dem man sich selber eine Spielfigur erschaffen kann – mitarbeiten. Eine spannende Welt.
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