News
Nasenspray-Werbung sorgt für Aufruhr auf Facebook
In Cannes bekam der Werbespot von Saatchi & Saatchi Gold, auf der Facebook-Seite von Otriven hingegen hagelt es Kritik. Der eigentlich witzige Werbespot sei diskriminierend und pietätlos.

Wer kennt das nicht? Die Nase ist aufgrund einer Erkältung ständig verstopft, zuhause bleiben möchte deshalb aber niemand. Man kämpft sich mit erschwerter Atmung durch den Tag und atmet letzten Endes einfach durch den Mund. Dass ein offener Mund nicht wirklich schön aussieht, kann man sich vorstellen. Genau diese Idee hat die Agentur Saatchi & Saatchi in ihren Werbespots für das Nasenspray Otriven von Novartis umgesetzt.
Ein Mädchen sitzt mit offenem Mund - sichtlich erkältet - in der Schule und bekommt zum Basteln nur eine kleine Schere. Ein Mann steht an der Bushaltestelle - sein Mund ist ebenfalls geöffnet - und bekommt seinen offenen Schuhbändel von einer Frau gebunden. Der Werbeslogan «You look dumber with your mouth open» steht am Ende der beiden Clips. Dieser soll erklären: Wenn man mit offenem Mund herumsitzt oder steht, sieht man blöder aus und deshalb bekommt man auch eine kleinere Schere oder eben die Schuhe von jemandem gebunden.
Dies wäre kein Problem, hätte es auf Facebook nicht einen Boykott gegen die Videos gegeben. Mehrere Personen kommentierten den Clip als pietätlos und diskriminierend gegenüber Menschen mit Down-Syndrom. Diese hätten oft Probleme mit dem Atmen und deshalb den Mund offen. Otriven hat diesen Boykott nun auch ernst genommen und die Werbefilme vom Netz genommen. Zwar haben sie niemanden beleidigen wollen, wie Otriven auf Facebook erklärt, jedoch nehme man sich die Kritik zu Herzen und lösche die Filme.
(Quelle: wuv.de)
Gallery:
Tags:
Marketing & Kommunikation
Saatchi & Saatchi
Bewertung:
Newsletter bestellen
Bleiben Sie aktuell informiert!

Kommentar hinzufügen