Jeff Gerber übernimmt die kreative Leitung der Berner Werbeagentur Komet

Seit Anfang Januar verstärkt Jeff Gerber als Creative Director das Führungsgremium der Berner Kreativ-Agentur Komet. Der ehemalige ECD von Notch Interacitve erklärt im Interview mit der Werbewoche, wie es dazu kam.

Die Komet-Geschäftsleitung: Marcel Durst, Inhaber und Managing Director, Fabian Merz, Leiter Strategie & Digital, Corinne Hert, Leiterin Beratung, und Jeff Gerber, Creative Director / Leiter Kreation (v.l) (Foto: zVg).

Im September wurde bekannt, dass Gerber die Agentur Notch Interactive, bei der er sieben Jahre lang tätig war, Richtung Bern verlassen wird (Werbewoche.ch berichtete). Der Berner hatte zuletzt das Amt des Executive Creative Driector inne und war Partner der Zürcher Agentur.

Seit Anfang Januar bildet Jeff Gerber nun also zusammen mit Marcel Durst, Corinne Hert und Fabian Merz die Geschäftsleitung von Komet. Die Berner LSA-Agentur wurde 1999 gegründet und beschäftigt heute 23 Mitarbeitende.

«Es ist grossartig, dass wir Jeff für uns gewinnen konnten», sagt Marcel Durst, Inhaber und Managing Director von Komet. «Jeffs Art und Weise, Kommunikationslösungen zu kreieren, wird unseren Kunden gefallen», ist er überzeugt.

 

Werbewoche: War der Entscheid, nach Bern zurückzukehren, ein Heimweh- oder ein Karriere-Entscheid?

Jeff Gerber: Es wäre etwas zu romantisch rein aus Heimweh zurückzukehren. (lacht) Natürlich haben auch andere Faktoren dazu beigetragen dass ich mich für eine Veränderung in meiner Karriere entschieden habe. Notch Interactive nach knapp sieben Jahren zu verlassen fiel mir nicht leicht. Aber ich habe gespürt, dass es an der Zeit war.

 

Wieso haben Sie bei Komet und nicht bei einer anderen Berner Agentur angeheuert?

Die Agentur hat eine lange und spannende Geschichte. Sie hat sich immer wieder erfolgreich den wechselnden Anforderungen des Marktes gestellt und hat es dabei geschafft, ein scharfes Profil von sich zu zeichnen. Das macht die Marke Komet begehrlich – auch und vor allem für mich als Kreativ-Chef.

 

Am Berner Uferweg vor der Lorrainebrücke ist Komet direkt an der Aare beheimatet.

 

 

Was vermissen Sie jetzt schon an Zürich?

Zuerst einmal natürlich die vielen guten Menschen und Freunde, welche ich während meiner Zeit in Zürich kennenlernen durfte. Aber auch das wirklich tolle, kulinarische Mittagsangebot im Kreis 4. Kennen Sie die Momos von Tenz? Mmmmhhh...

 

Wie haben Sie die Auszeit seit dem Weggang von Notch genutzt?

Ich habe viel Zeit mit meiner Familie verbracht, konnte erfolgreich meinen «Reset»-Button drücken und mich optimal für die neuen Herausforderungen bei Komet vorbereiten.

 

Sie treten bei Komet in die Fussstapfen von André Benker – einem grossen Namen der Schweizer Werbebranche. Was machen Sie anders?

Ich habe André kennengelernt, habe aber nie mit ihm zusammen gearbeitet. Daher kann ich nicht sagen was ich anders mache als André. Meine Herangehensweise an die kommunikativen Problemstellungen unserer Kunden ist strikt User-zentriert, dabei immer ganzheitlich und mit einem strengen Blick auf den Kampagnen-Erfolg. Und natürlich möchte ich dabei sein, wenn bei unseren Kunden Produkte und Dienstleistungen entstehen – oft entscheidet sich bereits dort ob ein Produkt gekauft oder ein Service genutzt wird.

 

Sie kommen von Notch Interactive, einer Agentur mit starkem digitalem Fokus – wird Komet jetzt auch digitaler?

Komet bleibt eine Kreativ-Agentur. Aber sie wird noch ganzheitlicher. Für mich ist es selbstverständlich, alle relevanten Touchpoints einer Marke zu berücksichtigen und auch mal Digital-First zu konzipieren. Entsprechend bieten wir unseren Kunden ein breites Angebotsportfolio, mit welchem sämtliche Ansprüche an moderne und zielführende Kommunikation erfüllt wird.

 

Wo steht Komet in der Berner Agenturlandschaft, die bekanntlich einige wichtige Player hat?

Die bald 19-jährige Agentur hat eine sehr gute und solide Position im Berner Werbemarkt. Meine Ambition ist es, dass unsere Kunden mit uns Erfolg haben. Das ist die beste Position die wir haben können.

 

Wer wird zuerst Schweizermeister – YB oder der FCZ?

Hopp YB!

 

Interview: Thomas Häusermann

Mo 22.01.2018 - 16:09
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Wirtschaftsgebiet & Region

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