Gleich vier Führungsleute verlassen das Medienprojekt Republik

Vier Leitungsmitglieder verlassen das Medienprojekt Republik: Vom ursprünglichen Gründerteam sind künftig noch Constantin Seibt, Christof Moser und Clara Vuillemin an Bord. In ihrem ersten Jahr schrieb die Republik einen Verlust von 2,8 Millionen Franken. Per Ende Oktober werden sich Geschäftsführerin Susanne Sugimoto, Verwaltungsratspräsident Laurent Burst, Genossenschaftspräsidentin Nadja Schnetzler sowie Finanzchef François Zosso von der Republik verabschieden.

Dies habe simple Gründe, schreibt die Republik in ihrem Newsletter vom Freitag, der zusammen mit ihrem ersten Jahresbericht verschickt wurde. Die Herkulesaufgabe des Aufbaus sei mittlerweile erledigt. Jetzt brauche es einen Generationenwechsel. Kurz: Weniger Gründerzeitromantik und weniger Pioniergeist, dafür mehr Tagesgeschäft und bessere Organisation.

 

«Personalintensives Business» 

Finanziell lief es der Republik im ersten Jahr wie erwartet: Sie schrieb ein Minus. Der Konzernverlust beträgt gemäss Geschäftsbericht 2,85 Millionen Franken. Grösster Ausgabenposten war mit 3,5 Millionen Franken der Personalaufwand. «Journalismus ist ärgerlicherweise ein personalintensives Business», heisst es dazu im Geschäftsbericht. Das konsolidierte Eigenkapital am Ende des Geschäftsjahres beläuft sich auf 1,8 Millionen Franken. Mit den vorhandene Mitteln ist der Betrieb noch bis im Januar gesichert.

Dann folgt die eigentliche Klippe: Die 14'000 Mitgliedschaften aus dem Crowdfunding und die 3000 bis zum Start müssen erneuert werden. Der Erfahrungswert bei vergleichbaren Projekten sei eine Erneuerungsrate von 50 Prozent. Die Republik hat sich zum Ziel gesetzt, 66 Prozent - also zwei von drei Mitgliedschaften - zu halten. «Sinken wir unter 50 Prozent, werden wir bluten, weil wir unsere Kosten senken müssen.» 

 

4,5 Millionen Zeichen veröffentlicht

In ihrem ersten Jahr veröffentlichte die Republik insgesamt 435 Artikel mit einem Umfang von insgesamt rund 4,5 Millionen Zeichen. Was die Mitgliederstruktur betrifft, ist die Republik klar Zürich-orientiert: Fast die Hälfte der Unterstützerinnen und Unterstützer wohnt im Kanton Zürich. Mit rund 18 Prozent am zweithäufigsten vertreten sind die Abonnenten aus dem Mittelland, an dritter Stelle folgen mit rund 14 Prozent jene aus der Nordwestschweiz. (SDA)

Fr 05.10.2018 - 16:01
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