Weko gibt auch AZ Medien und NZZ grünes Licht für Zusammenschluss

Die Wettbewerbskommission (Weko) erhebt keine Einwände gegen die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens von AZ Medien und NZZ.

AZ-Verleger Peter Wanner (l.) und NZZ-VRP Etienne Jornod.

Nach einer vertieften Prüfung bestünden zwar Anhaltspunkte, dass die Gründung des Gemeinschaftsunternehmens von AZ Medien und NZZ in den Lesermärkten eine marktbeherrschende Stellung begründen oder verstärken könnte, schreibt die Weko. Dies betreffe insbesondere die Tageszeitungen in den Gebieten Solothurn und Aargau sowie den Zeitschriften-Werbemarkt im Bereich Gebäudetechnik. Es bestünden zudem Anhaltspunkte für die Begründung oder Verstärkung einer gemeinsamen Marktbeherrschung mit der Basler Zeitung im Lesermarkt für Tageszeitungen im Gebiet Basel sowie mit der Tamedia-Gruppe und der Ringier-Gruppe im Lesermarkt für Sonntagszeitungen.

Allerdings sei nicht zu erwarten, dass die Gründung des Gemeinschaftsunternehmens den beteiligten Unternehmen die Möglichkeit der Beseitigung wirksamen Wettbewerbs auf den genannten Märkten eröffneten, so die Weko weiter. Nach dem Zusammenschluss verblieben weiterhin andere starke Konkurrenten, so insbesondere Tamedia und Ringier. Zudem führe der Zusammenschluss auf dem Markt für Sonntagszeitungen zu keiner relevanten Änderung der Wettbewerbssituation.

 

 

An der neuen Aktiengesellschaft CH Media werden die beiden Unternehmen AZ Medien und NZZ-Mediengruppe zu gleichen Teilen beteiligt sein. Sie haben sich auf eine gemeinsame Führung geeinigt: Der Verwaltungsrat des Joint Ventures wird von Peter Wanner präsidiert. Jörg Schnyder, Finanzchef der NZZ-Mediengruppe, wird Vizepräsident und Leiter des Finanzausschusses. CEO des neuen Unternehmens wird Axel Wüstmann, derzeit CEO der AZ Medien; Publizistischer Leiter wird Pascal Hollenstein, aktuell Leiter Publizistik der Regionalmedien der NZZ-Mediengruppe.

Das neue Unternehmen CH Media wird ein eigenständiges Medienunternehmen mit starker regionaler Verankerung. Ziel ist die Unabhängigkeit und Weiterentwicklung der regionalen Medienmarken in einem herausfordernden Marktumfeld.(hae/pd)

Do 16.08.2018 - 07:28

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