VSM fordert nach No-Billag-Nein: «Service-public-Auftrag muss klar definiert sein»

Der Verband Schweizer Medien (VSM) fordert nach dem Nein zur No-Billag-Initiative eine «trennscharfe Definition des Service-public Auftrags der SRG». Das klare Resultat zu einer Radikallösung dürfe nicht darüber hinwegtäuschen, dass grosser Handlungsbedarf bestehe.

«Die Rolle und der Auftrag der SRG müssen neu definiert werden», schreibt der VSM in einer Mitteilung. Die SRG dürfe nicht weiter expandieren, sondern sich klar auf Information fokussieren. «Die Politik muss sehr schnell und vertieft eine Revision des Radio- und TV-Gesetzes angehen.»

Der Verlegerverband fordert vom Departement UVEK einen Verzicht auf die Einführung von zielgruppengerichteter Werbung für die SRG und eine Sistierung der in der Vernehmlassung befindlichen Konzession, die eine Expansion der SRG auf den digitalen Kanälen ermöglichen würde.

Aus Sicht des VSM ist dafür kein neues Gesetz über elektronische Medien nötig. «Dafür fehlt die Verfassungsgrundlage.»

Geht es nach den Verlegern, beschränkt sich die SRG auch zukünftig auf Radio und Fernsehen mit nationaler Klammerfunktion. «Die SRG lanciert keine presseähnlichen Digitalangebote und keine ausschliesslich für das Web produzierte audio-visuelle Formate.»

Zudem müsse die SRG auf neue Formen der Kommerzialisierung verzichten, namentlich auf Onlinewerbung. Auch ein bedingungsloser und schneller Austritt aus der Werbeallianz Admeira sei notwendig. (SDA)

So 04.03.2018 - 12:56

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