No-Billag-Befürworter und -Gegner sammeln per Crowdfunding

Befürworter wie Gegner der No-Billag-Initiative setzen auf Crowdfunding, um ihre «Kriegskasse» zu füllen. Beide Seiten sind gut unterwegs. Am meisten gesammelt hat jedoch ein Verein, der konventionelle Mittel nutzt.

Die Initianten haben ihr gestecktes Ziel von 100'000 Franken knapp übertroffen. Innerhalb eines Monats kamen 104'012 Franken von 914 Spendern zusammen, wie am Mittwochnachmittag auf der Internetseite der Initianten ersichtlich war. Unterdessen hat sich das Komitee ein neues Ziel von 160'000 Franken gesetzt.

Anfang November hatten die No-Billag-Initianten eine eigene Plattform auf die Beine gestellt, nachdem ihre Kampagne auf der Crowdfunding-Plattform wemakeit gestoppt worden war. Die Betreiber argumentierten, sie hielten «die extreme Stossrichtung» der Initiative für «staatspolitisch gefährlich» und zogen den Initianten den Stecker.

Fast überflügelt hat die Marke der Initianten bereits Operation Libero. Nach einem Tag hat die Organisation - Stand ebenfalls Mittwochnachmittag - 153'497 Franken gesammelt. Anvisiert sind bis Ende Dezember 284'981.59 Franken. Das ist genau der Betrag, der zur erfolgreichen Bekämpfung der Durchsetzungsinitiative nötig gewesen war.

Spendenkrösus ist der Verein «Nein zum Sendeschluss», der sich gegen die Initiative ausspricht und nicht auf Crowdfunding setzt. Laut eigenen Angaben hat er bis zum 4. Dezember 520'000 Franken gesammelt. Für eine «druckvolle» Abstimmungskampagne brauche es aber erfahrungsmässig zwei Millionen Franken, heisst es auf der Internetseite des Vereins.

Die No-Billag-Initiative verlangt die Abschaffung der Fernseh- und Radiogebühren. Über das Volksbegehren wird am 4. März abgestimmt. (SDA)

Mi 06.12.2017 - 17:47

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