Online-Reichweiten und digitale Umsätze der Zeitungen steigen

Während die Printreichweiten der gedruckten Tageszeitung weiter sinken, steigen die digitalen Reichweiten und die Umsätze im Online-Werbemarkt. Ein Automatismus ist das aber nicht. Das ist eines der Hauptergebnisse der Mediareports-Studie «Zeitungen 2021».

Die Nutzung von Web-Zeitungen steigt weiter an. Bis 2021 nimmt die Tagesreichweite in Deutschland und Österreich laut Mediareports auf 21 Prozent zu, in der Schweiz sogar auf rund ein Drittel. Im Juni 2017 lag der Anteil der Web-Zeitungen an den werbestatistisch erfassten Page Impressions aller Online-Werbeträger in Deutschland bei rund 10 Prozent und in Österreich bei 14 Prozent, in der Schweiz waren es hingegen mehr als 50 Prozent.

Die Umsätze mit Online-Display-Werbung werden im Zeitraum 2016 bis 2021 jährlich um 5 Prozent zulegen. «Von diesem Wachstum können die Zeitungen profitieren, wenn sie in personalisierte Werbung, Targeting, Big Data und Programmatic Advertising investieren», sagt Jan Todt, Autor des aktuellen Mediareports «Zeitungen 2021». Die Zeitungen müssen die neuen Techniken selbst beherrschen oder Kooperationen eingehen, um im Wettbewerb Schritt zu halten.

Die besten Chancen bieten sich laut Todt im Bereich Native Advertising. Hier können die Zeitungen nicht nur die negativen Auswirkungen von Adblocking abmildern, sondern mit Content Creation neue Wertschöpfungsbereiche erschliessen. Doch Native Ads sind sensibles Gelände: Wer das falsch angeht, verliert Glaubwürdigkeit und beschädigt sein Kerngeschäft, warnt Todt.

 

Grundlage der Mediareports sind umfangreiche und kontinuierlich durchgeführte Recherchen und Marktbeobachtungen in den Medien- und Kommunikationsmärkten. Verfügbare Quellen werden analysiert und – bei ausreichender Aussagefähigkeit und Qualität – für die Datenbasis ausgewählt. Die aus Sekundärquellen abgeleiteten Erkenntnisse werden in Fachgesprächen mit Industrieunternehmen und Dienstleistern sowie mit Anwendern, Verbänden und Wissenschaftlern diskutiert.

Herausgeber der Mediareports ist Prof. Dr. Josef Trappel, Fachbereichsleiter Kommunikationswissenschaft an der Universität Salzburg. Die inhaltliche Verantwortung liegt bei der Mediareports Holger Delpho / Daniel Hürst / Jan Todt GbR in Freiburg im Breisgau.

Di 05.12.2017 - 15:58

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