Ringier trennt sich nach fast 30 Jahren vom China-Geschäft

Ringier China, die chinesische Tochter des Schweizer Konzerns Ringier, hat ihr chinesisches Verlagsprogramm an Ocean Strategies Advertising verkauft. Künftig will sich Ringier hauptsächlich auf Myanmar und Vietnam konzentrieren, wo der Konzern weiter expandieren und in sein Portfolio investieren möchte.

Nach einer langjährigen Präsenz im chinesischen Markt verkauft Ringier China Co. Ltd. das operative Geschäft. Die Stabsübergabe an Ocean Strategies Advertising Ltd. unter der Leitung von Bromme H. Cole und dem früheren Geschäftsführer Kenny Zhou soll Ende 2017 stattfinden. Die Entscheidung sei aufgrund einer umfangreichen Markt- und Strategieanalyse und der Beurteilung der langfristigen Geschäftschancen gefallen, schreibt Ringier in einer Mitteilung. Damit wird sich der Konzern nun in der Region Asien-Pazifik ganz auf die Märkte Myanmar und Vietnam konzentrieren, wo Ringier Asia bereits im Verlagswesen verankert und mit einem guten Digital-Portfolio vertreten ist.

Beide südostasiatischen Länder blieben für Ringier Asia wichtig, wobei das klare Ziel angesichts der Kernkompetenz und globalen Strategie von Ringier in der Expansion in den Bereichen Publizistik, Verzeichnisse und Kleinanzeigen liege, heisst es in der Mitteilung weiter.

Das verkaufte chinesische Verlagsprogramm umfasst mit den Zeitschriften City Weekend und den entsprechenden Beilagen sowie City Weekend Parents & Kids und Shanghai Family die führenden englischsprachigen Magazine in China. Zum Digitalportfolio gehören die englischsprachigen Plattformen Cityweekend.com.cn, Shanghaiexpat.com und Shfamily.com.

Etwa 60 Mitarbeitende von Ringier China Co. Ltd. in Shanghai und Peking sind vom Verkaufsentscheid betroffen.
 
Robin Lingg, Mitglied des Group Executive Boards von Ringier: «Wir passen den Fokus unseres Geschäfts an die sich verändernden Marktbedingungen und Kundenbedürfnisse an und unterstreichen damit unsere Entschlossenheit, überall dort, wo wir aktiv sind, zu den führenden Unternehmen im Digitalgeschäft zu gehören. Deshalb haben wir unsere Strategie für Asien neu definiert. Es ist nicht leicht, China nach fast 30 Jahren zu verlassen. Ringier bleibt dem asiatischen Kontinent aber weiterhin stark verbunden. Wir investieren weiter in Schwellenmärkte in Asien, indem wir unser Verlags- und Digital-Programm in Vietnam und Myanmar ausbauen.» (hae/pd)
 
 

Mi 29.11.2017 - 12:02
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Wirtschaftsgebiet & Region

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