Wemf-Zahlen sprechen gegen Zentralisierung, findet Impressum

Der Journalistenverband Impressum sieht die neusten Wemf-Zahlen als Beweis, dass die Zentralisierungsstrategie von Tamedia der falsche Weg sei. Die Zentralisierung werde den Leserverlust beschleunigen, anstatt ihn zu verhindern.

Regionalzeitungen gewinnen an Lesern, überregionale Titel verlieren, so die Tendenz aus den am 10. Oktober publizierten Wemf-Reichweitenstudien. Im Bereich der gedruckten Presse zielten Zentralsierungen, wie Tamedia sie vorbereitet, also am Markt vorbei, schreibt Impressum in einer Mitteilung. Die online-Konsultation der Publikationen nähme weiter zu, was zeige, dass journalistische Inhalte ungebremst nachgefragt würden.
 
Die Leserzahlen der gedruckten Zeitungen zeigten, dass die lokale und regionale Identität für Lesertreue sorge, so Impressum weiter. «Da lokale Titel gewinnen und überregionale verlieren, fordert Impressum Tamedia nochmals auf, die bereits entschiedene Zentralisierung zu stoppen und durch Investitionen die lokale und regionale Identität der Titel zu stärken.»
 
Die oft zitierten Leserzahlen der gedruckten Titel gemäss der Mach Basic-Studie sagen laut Impressum indes wenig über die Reichweite von journalistischen Inhalten aus. Denn die steigende Zahl der Leser, die Zeitungen online lesen, werde erst in der «Total Audience»-Studie sichtbar, schreibt der Verband. Und auch diese Studie messe weder die Konsultation von Inhalten über Drittplattformen mit aggregierten Inhalten noch die neuen journalistischen online-Medien, die «pure Player». Die Nachfrage nach Journalismus sei daher nicht in Frage gestellt, auch wenn die Wemf-Studie «Mach Basic» dies suggerieren könne.

Do 12.10.2017 - 13:30

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