Auch Nichtmitglieder müssen für Landwirtschafts-Marketing bezahlen

Wegen der tiefen Milch- und Käsepreise und der schlechten Weinernte müssen die Branchenorganisationen im In- und Ausland mehr Werbung machen. Der Bundesrat stärkt ihnen den Rücken, indem er auch Nichtmitglieder verpflichtet, sich an den Kosten zu beteiligen.

Insbesondere die Milch- und Käsewirtschaft sei weiterhin von den Auswirkungen der tiefen Milchpreise in der EU und der Aufwertung des Frankens betroffen, teilte das Bundesamt für Landwirtschaft (BWL) am Mittwoch mit. Ein intensives Marketing sei deshalb nötig, um die Vorzüge der Schweizer Produkte im In- und Ausland bekannt zu machen.

Gleichzeitig zeigten sich die Nichtmitglieder der Branchen- und Produzentenorganisationen immer weniger bereit, sich an diesen Selbsthilfemassnahmen zu beteiligen. Sechs Verbände sind deshalb an den Bundesrat gelangt, damit dieser die Beiträge zur Finanzierung des Marketings auch für ihre Nichtmitglieder verbindlich erklärt.

Das Landwirtschaftsgesetz gibt der Regierung diese Möglichkeit. Voraussetzung ist aber, dass die Selbsthilfemassnahmen gefährdet sind, wenn sich die Nichtmitglieder nicht daran beteiligen. Der Bundesrat sieht diese Bedingung als erfüllt an.

Er entschied, dass sich diejenigen Produzenten, die nicht den Schweizer Milchproduzenten, GalloSuisse, Emmentaler Switzerland oder Interprofession du Vacherin Fribourgeois angehören, während vier Jahren finanziell an den Marketingmassnahmen beteiligen müssen. Für  die Nichtmitglieder des Schweizer Bauernverbands und des Branchenverbands Schweizer Reben und Weine gilt das während zwei Jahren. (SDA)

 

Foto: Jay79/Pixabay

Mi 22.11.2017 - 13:52

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