Vierte Tÿpo St. Gallen sorgte mit Thema «Resonanz» für positiven Nachhall

Bereits zum vierten Mal traf sich die deutschsprachige Typografie-Szene letztes Wochenende zur Tÿpo St. Gallen 2017. Während drei Tagen lauschten rund 300 Experten, Unternehmer sowie Lernende und Studierende den Vorträgen der hochkarätigen Redner zum diesjährigen Tagungsthema «Resonanz».

Das Thema der diesjährigen Ausgabe der Tÿpo St. Gallen war schnell gefunden: «Resonanz». Ein Aspekt, der Kreativschaffende in vielen Formen täglich beschäftigt. Welche Projekte lösen am meisten Echo aus? Stärken uns die positiven oder die kritischen Feedbacks? Und wie gehen erfahrene Grafiker mit den Rückmeldungen ihrer Kunden oder vom Team um? Diese und weitere Fragen standen im Zentrum des vielbeachteten Symposiums für Typografie an der Schule für Gestaltung vom GBS St. Gallen.

 

Tÿpo-Tage im Zeichen von Resonanz

«Resonanz ist, was wir brauchen»: Darin waren sich die insgesamt 12 Fachreferenten aus der Schweiz, Deutschland, Österreich, England, Spanien und den USA einig. Vor diesem Hintergrund gaben sie Einblick in ihre Arbeiten, Ideen und Konzepte, die ein besonderes Echo ausgelöst haben. Nina Stössiger ist Senior Typedesignerin bei Frere-Jones Type in New York. Ihr Rezept für erfolgreiche gestalterische Arbeit und somit positive Resonanz ist «Geduldig sein, genau hinschauen, üben, üben und noch einmal üben und Dinge hinterfragen». Provokant, laut und witzig mag es die Wienerin Cordula Alessandri, Gründerin des Designstudios Alessandri, Design & Marken Manufaktur. Neben Erotik, Wein und Essen sprach sie über den Pingpong-Effekt von Resonanz. Damit meinte sie eine Kundenbeziehung, die aus Geben und Nehmen besteht.

 

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Rund 300 Gäste lauschten diesen und weiteren Reden von Typografie-Koryphäen wie zum Beispiel dem Schweizer Jost Hochuli oder David Pearson aus England. Auch die weniger bekannten Geheimtipps wie beispielsweise Peter Felder aus Österreich oder die gebürtige Russin Viktoria Sarapina mochten zu begeistern. Krönender Abschluss war am Sonntagmorgen der Besuch der Stiftsbibliothek (UNESCO-Weltkulturerbe) in St. Gallen mit Führung durch die Ausstellung «Arznei für die Seele – Mit der Stiftsbibliothek St. Gallen durch die Jahrhunderte».

 

Zufriedene Veranstalter

Auf positives Echo stiessen die Veranstalter bereits während dem Anlass in Form von vielen begeisterten Feedbacks von Besuchern und Rednern gleichermassen. Wie schon in den vergangenen Jahren kann auch bei der vierten Tÿpo St. Gallen von einem wiederholten Erfolg gesprochen werden. «Die diesjährige Tÿpo öffnete die Herzen dadurch, dass die Rednerinnen und Redner extrem in Resonanz mit dem Publikum gingen. Auch die Themenvielfalt und -breite sorgte für viel Zuspruch. Der anspruchsvolle Weg über den Mikrokosmos Typoausdruck im Makrokosmos Designanwendung hin zur Resonanz einer umfassenden Kundenberatung wurde immer wieder überraschend und erfrischend präsentiert. Wir als Schule für Gestaltung sind mit dem Anlass sehr zufrieden und freuen uns, wenn wir bei der 5. Ausgabe wieder Presenting Partner sind», erklärt Kathrin Lettner, Abteilungsleiterin der Schule für Gestaltung St. Gallen. Ziel des Kongresses war der Austausch von fachspezifischen Informationen und die Weitergabe von Wissen und Erfahrung aus der Praxis.

 

Die schönsten Bücher aus der Schweiz und Deutschland

Im Rahmen der Tÿpo St. Gallen findet an der Schule für Gestaltung St. Gallen die Ausstellung «Schönste Bücher» statt. Präsentiert werden die prämierten Werke der Wettbewerbe «Die schönsten Schweizer Bücher» vom Bundesamt für Kultur und «Die schönsten deutschen Bücher». Die Ausstellungen kann noch bis am 18. November 2017 in der Medialounge der Schule für Gestaltung St. Gallen besucht werden. Der Eintritt ist gratis.

Di 14.11.2017 - 10:33

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