Ehemalige Uber-Fahrer tricksen dänischen Gesetzgeber aus

In Dänemark warf Uber aus gesetzlichen Gründen das Handtuch. Zwei neue Unternehmen wollen die entstandene Lücke stopfen.

Nachdem der Druck durch Politik und Polizei zu gross geworden ist, zog sich der Fahrdienst Uber im April aus Dänemark zurück. Das skandinavische Land ist nun wie Deutschland, Österreich, Frankreich, Italien oder Spanien Uber-frei.

Wie die Luzerner Zeitung in ihrer aktuellen Ausgabe schreibt, haben sich ehemalige Uber-Fahrer nun einen Trick einfallen lassen und wollen in die Bresche springen. Sie bieten Warentransporte an, bei denen der Besitzer der Ware gratis mitfahren kann. Wer über die App eine Fahrt bucht, lässt offiziell sein Handy, die Handtasche oder sonst einen Gegenstand transportieren. Zu einem deutlich tieferen Preis, als die entsprechende Taxifahrt kosten würde.

Ubr City, wie sich der eine Dienst vermutlich nicht ganz zufälligerweise nennt, nützt mit der Praxis die liberale Gesetzgebung für Kurierdienste aus. Die Nachfolgefirmen versuchen nun, die über 2000 ehemaligen Uber-Fahrer für sich zu gewinnen.

Obwohl das zuständige dänische Ministerium die beiden neuen Dienste Ubr City und Habil umgehend angezeigt hat, sah die Polizei bisher von Bussen ab und toleriert das neue Geschäftsmodell. Ubr City betont, Steuern und Sozialabgaben zu zahlen und so zum Wohlfahrtsstaat beizutragen.bravo-otto-wahl-1989-insta.jpgD

Keine Freude am Nachfolger Ubr City hat Uber selbst: Die Anwälte des Fahrdienstes sollen wegen der Ähnlichkeit des Namens bereits in Angriffsstellung gegangen sein, heisst es im Artikel der Luzerner Zeitung. Derweilen betont Ubr-City-Gründer Per Jakobsen, der Name sei eine Abkürzung von «Ualmindelig Behagerlig Rokade», was übersetzt so viel wie «ungewöhnlich angenehmes Verschieben» heisst. (hae)

 

 

Mo 12.06.2017 - 15:59
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