Bevölkerung erlebt Digitalisierung am ersten Schweizer Digitaltag hautnah

Unter der Federführung der Standortinitiative Digitalswitzerland und in Zusammenarbeit mit über 40 Partnerunternehmen hat am Dienstag der erste Schweizer Digitaltag stattgefunden.

Der Aktionstag stand unter dem Patronat von Bundespräsidentin Doris Leuthard und Bundesrat Johann Schneider-Ammann sowie der Teilnahme von Bundesrat Alain Berset. Der erste Digitaltag war laut Veranstalter ein grosser Erfolg: Über 150’000 Personen haben an diesem Tag in Zürich, Genf, Lugano, Chur und an vielen andern Orten der Schweiz erlebt, was die Digitalisierung für unser Land und jeden einzelnen von uns bedeutet. Mindestens ebensoviele haben den Tag digital miterlebt.

Der erste Schweizer Digitaltag ist ein Grossevent, der europaweit einzigartig ist. Über 40 Unternehmen und Institutionen haben der breiten Bevölkerung in allen Landesteilen anschaulich gezeigt, was Digitalisierung heute und in Zukunft konkret bedeutet, was sich bei Arbeit, Mobilität, Bildung, in Wirtschaft sowie Gesellschaft alles verändern wird und welche Chancen sich daraus für das Land ergeben.

 

Bundespraesidentin Doris Leuthard spricht anlässlich der VIP-Fahrt im SBB-Digitalwagen mit Ringier-CEO Marc Walder und SBB-CEO Andreas Meyer (v.l.). (Fotos: SBB/Anthony Anex)

 

Eröffnet wurde der erste Digitaltag von Bundespräsidentin Doris Leuthard, die im Zug mit speziell eingerichteten Digitalwagen der SBB von Bern nach Zürich gereist ist. Die Digitalwagen verkehrten während des ganzen Tags zwischen Genf und St. Gallen und standen allen Reisenden offen. In ihrer Eröffnungsrede betonte Bundespräsidentin Leuthard, dass die digitale Vernetzung dem Einzelnen, aber auch der Wirtschaft und Wissenschaft grosse Vorteile bringe. Und sie appellierte an den Dialog mit der Gesellschaft: «Wir müssen die Debatte über die Digitalisierung transparent führen, um Ängste abzubauen.»

 

 

Während des ganzen Tags haben in den Bahnhöfen Zürich, Chur, Genf, Lugano und an vielen andern Orten der Schweiz über 100 Veranstaltungen stattgefunden, welche die Bevölkerung mit der Digitalisierung in Kontakt gebracht haben. In sogenannten Themenwelten wurden die Folgen der Digitalisierung anhand konkreter Beispiele erläutert, und an diversen Stammtischen fanden Diskussionen zu Chancen und Risiken der Digitalisierung statt.

Ausserdem wurde im Rahmen des Digitaltags die Lancierung einer digitalen Identität für die Schweiz angekündigt (Werbewoche.ch berichtete). Die «SwissID» soll es den Menschen in diesem Land erlauben, sich in einer zunehmend digitalen Welt sicher zu bewegen und online Dienstleistungen einfacher zu nutzen.

Bundesrat Johann Schneider Ammann erwähnte in seiner Ansprache, dass die Digitalisierung für die Positionierung des Forschungsstandorts und den Erfolg des Werkplatz’ Schweiz ein entscheidender Faktor sei. Ein Grossteil der Veranstaltung sowie das gesamte elfstündige Bühnenprogramm am Zürcher Hauptbahnhof wurden auch als Live-Streaming via Internet und soziale Medien verbreitet.

 

Bundesrat Johann Schneider Ammann.

 

Für Marc Walder, Initiator von Digitalswitzerland und Präsident des Steering Comitees war der Aktionstag ein riesiger Erfolg:  «Drei Bundesräte haben sich engagiert. Tausende von Menschen haben teilgenommen. Der Tag hat gezeigt, dass die Bevölkerung ein grosses Interesse hat, die Digitalisierung mitzugestalten und sich mit der Zukunft auseinanderzusetzen.»

Durch die Integration aller Landesteile ist es laut Mitteilung auch gelungen, die nationale Bedeutung der Digitalisierung sichtbar und erlebbar zu machen. In Chur zeigte sich beispielhaft, wie Randregionen von der Digitalisierung profitieren und damit Arbeitsplätze in der Region halten können. Der erste Digitaltag war ein logistisches Grossereignis: Allein an den Bahnhöfen Zürich, Chur, Genf und Lugano standen über 750 Helferinnen und Helfer im Einsatz. (pd/hae)

 

Di 21.11.2017 - 18:57

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