Digitales Bezahlen immer beliebter

Die Anzahl der Europäer, die regelmässig ein mobiles Gerät für das Bezahlen nutzen, hat sich seit 2015 verdreifacht.

Das besagt eine neue Studie von Visa. Demnach hat sich die Zahl der europäischen Verbraucher, die regelmässig ein mobiles Endgerät – das heisst Smartphone, Tablet oder Wearable – für das Bezahlen nutzen, im letzten Jahr verdreifacht. Aktuell verwenden 54 Prozent der befragten Verbraucher regelmässig ein mobiles Gerät, um Produkte und Dienstleistungen zu bezahlen. Bei der gleichen Befragung im Vorjahr waren es nur 18 Prozent.

Für die Studie wurden mehr als 36'000 Konsumenten in 19 europäischen Ländern befragt. Die Ergebnisse zeigen, dass die Akzeptanz des digitalen Bezahlens in den vergangenen zwölf Monaten stark zugenommen hat. Noch vor einem Jahr gaben 38 Prozent der Befragten an, noch nie ein mobiles Endgerät zum Bezahlen benutzt zu haben und dies auch nicht vorzuhaben. Heute ist diese Zahl auf 12 Prozent gesunken.

Die Top Ten der Länder, in denen digitales Bezahlen am weitesten verbreitet ist, lassen sich dabei in zwei Gruppen unterteilen: Auf einer Seite stehen aufstrebende Märkte wie die Türkei oder Rumänien, die traditionelle Bezahlmethoden übersprungen und neue Technologien schneller adaptiert haben. Auf der anderen Seite stehen weit entwickelte Märkte, insbesondere die nordischen Länder, die neue Technologien schnell annehmen.

 

73 Prozent der Schweizer nutzt digitales Bezahlen

In der Schweiz nutzen insgesamt 73 Prozent der Befragten, die ein Smartphone, Tablet oder Wearable besitzen, digitales Bezahlen. 49 Prozent davon nutzen ihre mobilen Endgeräte für E-Banking und 42 Prozent bezahlen damit In-App Käufe. Die Befragten fühlen sich insgesamt wohl dabei, mit mobilen Endgeräten zu bezahlen, unabhängig davon, ob es sich um teure oder günstigere Produkte und Dienstleistungen handelt. In der Schweiz begleichen 27 Prozent höhere Beträge, beispielsweise für Reisen oder Elektrogeräte, digital. 38 Prozent bezahlen so Bus- oder Zugtickets.

Stefan Holbein, Country Manager von Visa Europe Schweiz, sagt: «Die Zukunft des Bezahlens hat bereits begonnen. Verbraucher in der Schweiz und Europa nutzen heute eine Vielzahl neuer Bezahlmethoden. Mit dem Markteintritt von Apple Pay diesen Sommer kann in der Schweiz, als einem der ersten Länder in Europa, bereits an über 100‘000 kontaktlosen Zahlterminals mobil bezahlt werden. Millionen vernetzter Geräte werden es ermöglichen, tägliche Zahlungen einfach und sicher in nahezu jede Technologie zu integrieren. Wir erleben aktuell eine neue Ära des Bezahlens mit Wearables wie Smartwatches, Armbändern und sogar Kleidung. Dieser Trend wird sich weiterentwickeln und es Verbrauchern ermöglichen, die vernetzten Geräte zu verwenden, die am besten zu ihrem individuellen Lebensstil passen.»

 

Kontaktloses Bezahlen ist Basis für digitales Bezahlen

Die zunehmende Nutzung des digitalen Bezahlens hängt mit der wachsenden Verbreitung des kontaktlosen Bezahlens zusammen. Die Studie zeigt, dass kontaktloses Bezahlen mittlerweile über alle Altersgruppen hinweg eine alltägliche Bezahlmethode ist. In der Schweiz haben in diesem Jahr fast die Hälfte (48 Prozent) der Befragten kontaktlos bezahlt. Personen zwischen 25 und 34 Jahren nutzen das kontaktlose Bezahlen mit 54 Prozent am häufigsten. Europaweit sind die Nutzer kontaktloser Karten ausserdem weitaus offener für neue Bezahlmethoden als Verbraucher, die nicht kontaktlos bezahlen. Sie sind stärker daran interessiert, mit mobilen Geräten in Geschäften zu bezahlen (52 Prozent der Verbraucher, die kontaktlos bezahlen, vs. 32 Prozent der Konsumenten, die dies nicht tun), über die App eines Händlers einzukaufen (49 Prozent vs. 31 Prozent) oder mit mobilen Geräten ein Essen zu bezahlen (50 Prozent vs. 30 Prozent).

 

Über die Studie

Als Verbraucher, die digitales Bezahlen nutzen (Digital Payment User), wurden solche Konsumenten erfasst, die ihr Telefon, Tablet oder Wearable nutzen, um ihr Geld zu verwalten oder mit diesen Geräten im Geschäft, online oder über Apps bezahlen. Durchgeführt wurde die von Visa in Auftrag gegebene Studie vom Meinungsforschungsinstitut Populus. Die Befragung fand zwischen August und September 2016 in 19 europäischen Ländern statt: in Österreich, Belgien, Dänemark, Finnland, Frankreich, Deutschland, Irland, Israel, Italien, Niederlande, Norwegen, Polen, Rumänien, Slowenien, Spanien, Schweden, Schweiz, Türkei und Grossbritannien. Insgesamt nahmen daran 36'843 Verbraucher teil, etwa 2000 Befragte pro Land.

Mo 24.10.2016 - 18:27

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