Brand-Trust-Studie: Marken von Versicherungen und Banken schwächeln - mit Ausnahmen

80 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer finden ihre Bank oder Versicherung austauschbar. Mobiliar kann sich als eine der einzigen Marken behaupten.

Spot von Wirz und Mobiliar: Wer sich in Sachen Vorsorge der Mobiliar anvertraut, kann sich später unbeschwert Gedanken über alles Mögliche machen.

Lokale Fintechs ebenso wie internationale Technologie-Riesen drängen in den Finanzmarkt. Das Markenberatungsunternehmen Brandtrust hat in einer Studie untersucht, wie es angesichts dieser neuen Konkurrenz um die Zukunftsfähigkeit der bekannten Schweizer Banken und Versicherungen steht. Fazit: Cirka 80 Prozent der Befragten finden ihre Bank oder Versicherung austauschbar. Nur die Mobiliar kann sich als Marke behaupten.

 

Brandtrust Winner

 

«In der Ruhe, Disziplin und Klarheit liegt die Kraft dieser Schweizer Markenikone», erläutert Studienautor und Brandtrust-Partner Achim Feige. Raiffeisen hält sich trotz der Wirren als Genossenschaftsbank beachtlich. Spezialisten wie Smile Direct und Swissquote heben sich vom Rest ab. Alle übrigen Brands schwächeln, wie das Gesamtranking mit 25 Schweizer Banken und Versicherung zeigt. Die austauschbare Kundenerfahrung ist das grösste Problem.

 

Brandtrust Ranking

 

Handlungsbedarf für die meisten Schweizer Finanzmarken

«Wenn die Leistungen austauschbar sind, ist die Gefahr des 'Fremdgehens' gross», sagte Feige. Problematisch sei insbesondere, dass kein Mehrwert vermittelt werden könne. Nur neun Prozent der Befragten zeigten sich bereit, mehr für die erhaltenen Leistungen zu zahlen. Die Finanzdienstleister profitieren derzeit eher aus Tradition und Trägheit der Kunden, denn aus Exzellenz am Kundenerlebnis und Einzigartigkeit. Einen Ausweg zeigte die Bank Frick aus Liechtenstein auf. Sie hat sich auf Blockchain-Dienstleistungen spezialisiert und erfreut sich gemäss Andreas Thode aufgrund dieser Nischenpositionierung einer sehr hohen Nachfrage.

Immerhin trauen die Kunden ihren Banken und Versicherungen auch im digitalen Umbruch ein langes Leben zu. Hier hilft der Vertrauens- und Gewohnheitsaspekt von stabilen Marken. Ebenso bleibt der Mensch bis auf Weiteres erster Ansprechpartner – nur knapp 20 Prozent der Befragten möchten sich schon heute lieber von einem digitalen Assistenten beraten lassen. 

 

Brandtrust-Team
Klaus Koch, Tanja Schug und die Studienautoren Benedikt Streb und Achim Feige von Brandtrust.

 

Der Brandtrust Future Index misst die Kraft der Weiterempfehlung und Ursachen wie Differenzierungskraft, Preisbereitschaft, Markenerlebnis und Lebenserwartung. Getestet wurde er in der Finanzindustrie bei über 2100 Kunden in Deutschland, Österreich und Schweiz. 

Mi 13.06.2018 - 10:11

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