Schweiz hält Top10-Position auch 2016

Die Schweiz behält ihren achten Platz im Ranking des globalen Ansehens. Grossbritannien und USA erleiden die grössten Imageverluste.

Dieses Jahr müssen alle Länder im Top Ten Ranking des Anholt-GfK Nation Brands Index Verluste im globalen Ansehen hinnehmen. Acht davon erleiden sogar einen deutlichen Rückgang im Punktestand. Die Schweiz kann ihre Position halten und bekleidet - als kleinste Nation in den Top 10 - weiter den 8. Rang in diesem globalen Ranking. Stärkster Pluspunkt für die Schweiz mit Rang 2 bleibt die Dimension Regierung/Staat.

Die jährliche Studie zum Anholt-GfK Nation Brands Index (NBI) misst, wie insgesamt 50 Länder weltweit wahrgenommen werden. Sie zeigt nicht nur, welches Image ein Land derzeit hat, sondern auch, in welche Richtung es sich entwickelt. Der Index setzt sich zusammen aus Parametern der 6 Dimensionen Exporte, Regierung, Kultur, Bevölkerung, Tourismus und Immigration/Investition.

 

 

Alle Top 10 Länder erleiden Imageverlust

Während im Vorjahr acht der zehn am besten bewerteten Länder einen NBI Punktegewinn verzeichneten, müssen 2016 alle Länder im Top 10 Ranking Einbussen hinnehmen. Grossbritannien und USA erleiden dabei die grössten Imageverluste. Aber auch der Punktestand von Deutschland, Japan und Frankreich ist stark zurückgegangen.

Professor Simon Anholt, ein unabhängiger Politikberater, der die NBISM- Studie 2005 ins Leben rief, kommentiert: «Für gewöhnlich ist die weltweite Wahrnehmung eines Landes äusserst stabil. Änderungen sind aber möglich und finden auch statt. In erster Linie bestimmt der wahrgenommene Einfluss eines Landes auf die Welt das Nationen-Image und nicht etwa nationale Besonderheiten oder Erfolge. Genau das können wir dieses Jahr beobachten. Länder, denen ein starker Einfluss auf die Welt zugeschrieben wird, haben in einem Jahr, das von andauernden internationalen Konflikten und humanitären Krisen geprägt war, an Ansehen verloren.»

Vadim Volos, der für den Nation Brands Index zuständige GfK-Experte, fügt hinzu: «Wie eine Nation wahrgenommen wird, bestimmt das Zusammenspiel aus bereits lange bestehenden Zuschreibungen oder Stereotypen und kurzfristigen Einflussfaktoren wie positiver oder negativer Berichterstattung oder einschneidenden Ereignissen wie Katastrophen. Jedes Land kann sein Image aber auch ein Stück weit selbst beeinflussen, beispielsweise indem es die positiven Besonderheiten hervorhebt, um den Tourismus und Investitionen ins Land anzukurbeln. Eine Veränderung des Ansehens benötigt aber natürlich auch etwas Zeit.»

 

USA führt das Ranking an, die Schweiz auf Rang 8

Rückgänge in der NBI-Punktzahl führen nicht zwangsläufig auch zu einer Rangänderung – zumindest nicht unmittelbar. Die USA, Deutschland und Grossbritannien behalten denn auch ihre jeweiligen Plätze 1, 2 und 3. Frankreichs Punkteverlust – ausgelöst vor allem durch Rückgänge in den Bereichen Regierung sowie Immigration & Investitionen – ermöglichte Kanada vorbeizuziehen und den vierten Platz einzunehmen. Die Schweiz belegt weiterhin den 8. Platz und profitiert von hohem Ansehen in den Dimensionen Regierung/Staat, Immigration/Investition und Bevölkerung. Die Dimension Kultur wird von den Teilnehmern der Befragung für die Schweiz am schwächsten bewertet.

 

Über den Anholt-GfK Nation Brands Index

Der Anholt-GfK Nation Brands Index, der jährlich erhoben wird, misst das Image von 50 Ländern unter Berücksichtigung der Kategorien Exporte, Regierung, Kultur, Bevölkerung, Tourismus und Immigration/Investition. Im Jahr 2016 wurden insgesamt 20‘353 Online-Interviews mit Personen ab 18 Jahren in 20 Ländern durchgeführt. Aktuelle Parameter der online aktiven Bevölkerung wurden genutzt, um die Stichproben in jedem Land zu gewichten und auf diese Weise demografische Charakteristika wie Alter, Geschlecht und Bildung der online aktiven Bevölkerung widerzuspiegeln. Zusätzlich wurde in den USA, Grossbritannien, Südafrika, Indien und Brasilien die Rasse/Ethnie zur Gewichtung genutzt. Die Feldarbeit wurde vom 07. bis zum 25. Juli 2016 in folgenden Ländern durchgeführt:

Nordamerika: USA, Kanada, Kuba

Westeuropa: Belgien, Grossbritannien, Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, Irland, Schottland, Schweden, Dänemark, Holland, Schweiz, Finnland, Australien, Griechenland, Nordirland

Zentral/Osteuropa: Russland, Polen, Tschechische Republik, Ungarn, Türkei, Kasachstan

Asien und Pazifik: Japan, Südkorea, China, Indien, Thailand, Indonesien, Singapur, Taiwan, Australien, Neuseeland

Lateinamerika: Argentinien, Brasilien, Mexiko, Chile, Peru, Kolumbien, Ecuador

Naher Osten/Afrika: Vereinigten Arabischen Emirate, Iran, Ägypten, Saudi-Arabien, Südafrika, Kenia, Nigeria, Katar

 

Weitere Informationen zu GfK Place Branding Solutions finden Sie hier.

Mi 14.12.2016 - 10:46

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