Coop führt Siroop und Microspot zu einer Marke zusammen

Coop übernimmt die Anteile von Swisscom an Siroop und führt den Online-Marktplatz mit Microspot zusammen. Marketingaktivitäten pausieren aktuell.

Siroop auf heisses Gerät: Dieses Werbesujet strafte die Lauterkeitskommission aus Sexismus-Gründen ab.

Sirup, der aus Geschenken spritzt, Menschen überläuft und Wohnungen verklebt: Die Werbekampagne, die Rod für Siroop im letzten Jahr realisierte, sorgte für Aufsehen und Kritik. «Alles auf Siroop» lautete der Slogan und sollte die Breite des Produktesortiments des Schweizer Marktplatz aufzeigen (Werbewoche berichtete). Nun, zwei Jahre nach Start des Online-Marktplatzes, scheint erst mal Schluss zu sein mit breit angelegten Kampagnen wie dieser. Swisscom hat das 50-Prozenz-Aktienpaket an Coop abgetreten. Coop gehört der Marktplatz somit allein und plant laut Medienmitteilung, den Vertriebskanal mit Microspot zusammenzuführen. Ziel ist, beide Online-Plattformen zu einer Marke zusammenzuführen. Man habe seit dem Launch von Siroop im Mai 2016 wertvolle Erfahrungen sammeln können und wolle nun zusätzliche Wachstumsperspektiven nutzen, heisst es. Die Neuausrichtung von Siroop und Microspot soll die Marktposition im Online-Geschäft weiter stärken, Doppelspurigkeiten sollen eliminiert und Synergien realisiert werden. Swisscom bleibt als Partner für Technik und Vertrieb an Bord.

 

Siroop Plakat
In der letzten Siroop-Kampagne von Rod spritzte Sirup aus Geschenken.

 

Hat die Sirup-Siroop-Kampagne nicht gefruchtet? Ist der Marktplatz nicht so gut aufgenommen worden wie erhofft? Und ist die Marke Siroop nun mit der Zusammenlegung Geschichte? Fragen, die Coop aktuell noch nicht beantwortet. «Die Details der Zusammenführung werden gegenwärtig erarbeitet. Coop wird zu gegebener Zeit weiter informieren», sagt Andrea Bergmann, Mediensprecherin bei Coop. Marketingaktivitäten sind auf jeden Fall erst mal auf Eis gelegt, wie die Handelszeitung unter Bezug auf den Blog des E-Commerce-Beratungsunternehmens Carpathia schreibt. Siroop scheint gemäss Händlern aktuell keine Promotionen mehr zu finanzieren und keine Werbemassnahmen mehr durchzuführen. (ank)

Mo 23.04.2018 - 16:12
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Kommentare

#1

Mit welchen Ambitionen sind sie nochmals gestartet? Ein hipper digitaler Hub wurde aufgebaut... wann merken auch die letzten Pfeifen, dass nicht jedes Konzept in der kleinen Schweiz adaptierbar sind? Auch wenn die Kaufkraft grösser ist, die Anzahl potenzieller User ist zu klein. All die Marketplaces die hochwachsen, um ein paar Prozent Volumen abzugrasen und dann von irgendwelchen Deppen von Tamedia, Ringier oder Axel Springer gekauft werden. Wäre schön wenn Business-Entscheide mal wieder auf Real-Wirtschaft basieren würden.

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