Schweizer Buch «Heimat» mit «Goldener Letter» ausgezeichnet

Das Bundesamt für Kultur (BAK) hat die 18 Gewinner des diesjährigen Wettbewerbs «Die schönsten Schweizer Bücher» bestimmt. Darunter sind auch vier Bücher, die am internationalen Wettbewerb «Schönste Bücher aus aller Welt» ausgezeichnet werden. «Heimat. Handwerk und die Utopie des Alltäglichen» wird mit der höchsten Auszeichnung geehrt. Der Jan-Tschichold-Preis, der hervorragende Leistungen im Bereich der Buchgestaltung würdigt, geht dieses Jahr an den Drucker Che Huber.

Heimat: Ausgezeichnet als schönstes Schweizer Buch, als schönstes Buch weltweit und mit der grössten Auszeichnung, der goldenen Letter versehen.

Das BAK führt jedes Jahr den Wettbewerb «Die schönsten Schweizer Bücher» durch. Es zeichnet damit hervorragende Leistungen im Bereich der Buchgestaltung und -produktion aus und richtet dabei die Aufmerksamkeit insbesondere auf Werke, die zeitgenössische Tendenzen zum Ausdruck bringen. Die 18 schönsten Bücher des Jahrgangs 2017 wurden vom BAK auf Empfehlung der fünfköpfigen und von Gilles Gavillet präsidierten Jury ausgezeichnet.

 

Foto von Rolf Wöhrle
Das schönste Schweizer Buch in der Detailansicht. Foto: Rolf Wöhrle.

 

Autonomie auf A4
Autonomie auf A4: Ausgezeichnet als schönstes Schweizer Buch und als schönstes Buch aus aller Welt. 

Drucker Che Huber ausgezeichnet
Mit dem Jan-Tschichold-Preis zeichnet das BAK seit 1997 eine Persönlichkeit, eine Gruppe oder eine Institution für hervorragende Leistungen in der Buchgestaltung aus. Die Jury vergibt diese Auszeichnung unabhängig vom Wettbewerb «Die schönsten Schweizer Bücher». In diesem Jahr geht der mit 25 000 Franken dotierte Jan-Tschichold-Preis an Che Huber.

Che Huber wurde 1954 als Josef Huber in Zug geboren und verbrachte einen Teil seiner Kindheit in der Druckerei der Familie. 1972 verliess er Schule und Familie, um zu reisen, und absolvierte anschliessend seine Ausbildung zum Drucker in den USA. Zurück in der Schweiz erhielt er 1986 eine Anstellung als Drucker in Genf.

Zu Beginn der 2000er-Jahre gründet er die Druckerei Noir sur Noir in Les Acacias (GE). Es beginnt eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit Christophe Cherix vom Cabinet des Estampes in Genf und mit Lionel Bovier von JRP Editions. Che Huber wurde bereits mehrfach am Wettbewerb «Die schönsten Schweizer Bücher» ausgezeichnet, insbesondere für seine Serie zum Cabinet des Estampes.

In seiner experimentellen Druckarbeit geht er an die Grenzen von traditionellen Drucktechniken wie dem Heissdruck und probiert gleichzeitig neue Verfahren aus. Seine handwerkliche Qualität fasziniert die Generation junger Grafikerinnen und Grafiker, die gerne auf seine Ausstattung und sein Expertenwissen zurückgreifen. Che Huber ist nicht nur ein Hüter und Vermittler von Wissen, sondern auch ein bedeutender Akteur des zeitgenössischen Verlagswesens.

 

documenta 14: Daybook
Documenta 14: Daybook. Ausgezeichnet als schönstes Schweizer Buch und als schönstes Buch aus aller Welt. 

«Schönste Bücher aus aller Welt» in Leipzig
Vom 8. bis 10. Februar veranstaltete die Stiftung Buchkunst in Leipzig den jährlichen Wettbewerb «Schönste Bücher aus aller Welt». Eine internationale Jury prüfte rund 600 Bücher aus 33 Ländern, die bereits an nationalen Wettbewerben ausgezeichnet worden waren. Die Schweiz gehört zu den sechs ausgezeichneten Ländern und hat in diesem Jahr die höchste Auszeichnung erhalten, die «Goldene Letter» für das Buch Heimat. Handwerk und die Utopie des Alltäglichen (Buchgestaltung: Hubertus Design, Jonas Voegeli und Scott Vander Zee, Zürich). Die Bücher documenta 14: Daybook (Buchgestaltung: Julia Born & Laurenz Brunner, Zürich) und Autonomie auf A4 (Buchgestaltung: Atlas Studio, Zürich) haben je eine Bronzemedaille gewonnen und First things first (Buchgestaltung: Norm, Zürich) ein Ehrendiplom.

 

First things first
First things first: Ausgezeichnet als schönstes Schweizer Buch und als schönstes Buch aus aller Welt. 

 

Die Preisverleihung der «Schönsten Bücher aus aller Welt» findet im Rahmen der Leipziger Buchmesse am 16. März 2018 statt. Die Vernissage der Ausstellung im Zürcher Helmhaus erfolgt am 21. Juni 2018 zusammen mit der Ehrung des Jan-Tschichold-Preisträgers. Anschliessend reist die Ausstellung durch die Schweiz und ins Ausland.

Mo 05.03.2018 - 16:10
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