Innovation und Nachhaltigkeit dominieren Swiss Sponsorship Awards

An den fünften Swiss Sponsorship Awards wurden am vergangenen Donnerstag Abend im Sonnenberg Convention Center in Zürich die herausragendsten Kampagnen des Jahres 2016 ausgezeichnet. Die Sieger: UBS, Migros, Helsana, Swiss Re, Jeep und Julius Bär.

Die aus namhaften Vertretern bestehende zehnköpfige Jury hat dabei UBS für das beste Sportsponsorship, Migros für das beste Kultursponsorship, Helsana für das beste Gesellschaftssponsorship und SwissRe Corporate Solutions für das beste internationale Sponsorship ausgezeichnet. Jeep gewann den «Digital Activation Award» und die Partnerschaft zwischen Julius Bär und der Formel-E wurde vom anwesenden Fachpublikum zum insgesamt besten Sponsorship des Jahres 2016 gewählt.   
 
Die von Mascha Santschi und dem Jury-Präsidenten Patrick Cotting moderierten fünften Swiss Sponsorship Awards haben vor allem eines gezeigt: An den Themen Innovation und Nachhaltigkeit sowie an einer klaren Zielgruppendefinition und digitalen Aktivierung führt bei erfolgreichen Sponsorships kein Weg vorbei. Alle ausgezeichneten Projekte zeichneten sich durch mehrere dieser Elemente aus. Allen voran Julius Bär mit ihrer Partnerschaft mit der Formel-E und SwissRe Corporate Solutions mit ihrem Engagement für SolarImpulse und einer Partnerschaft mit dem History Channel. Sowohl die Migros mit den M-Budget OpenAirs, UBS mit dem UBS Kids Cup, Helsana mit der Theodora-Stiftung und Jeep mit dem Montreux Jazz Festival bewiesen, dass eine klare Zielgruppenansprache kombiniert mit einem konsequenten Markenerlebnisansatz zum Erfolg führt.
 
Jury-Präsident Cotting betonte, dass die Qualität der Kampagnen noch nie so hoch war wie im Jahr 2016. Entsprechend sei die Auswahl der einzelnen Gewinner nicht immer einfach gewesen. Der Präsident des Verbandes Sponsoring Schweiz, Daniel Gundelfinger, zeigte in seiner Dankesrede die geschichtliche Entwicklung des Sponsorings über die letzten 25 Jahre nach, während der Co-Initiator der Swiss Sponsorship Awards, der Genfer Sebastian Chiappero, nicht ohne Augenzwinkern darauf hinwies, dass man ihm vor fünf Jahren beschied, dass er verrückt sei, derartige Awards zu lancieren.

 

Sponsoring wandelt sich dank Digitalisierung zum Business Modell
 
Vor der Preisverleihung fanden zwei Podiumsdiskussionen statt, an denen zum einen die Auswirkungen der digitalen Möglichkeiten auf Sponsoringkonzeptionen und –verträge diskutiert wurden. Dabei wurde am Beispiel der Partnerschaft von Ochsner Sport und Swiss Olympic aufgezeigt, dass sich eine Sponsoringpartnerschaft durchaus zum Business-Case entwickeln kann, mit Hilfe derer der Sponsor neue Umsätze generieren kann. Ein Veranstalter oder auch ein Verband transformiere sich in Zukunft immer mehr auch zu einem Datenlieferanten – seien dies mit emotionalen Geschichten oder Statistiken – welche der Sponsor unmittelbar in seine Verkaufsaktivitäten integrieren und damit den Konsumenten zu einer Handlung animieren könne. Mit diesem Ansatz konnte der Sportfachhändler Ochsner Sport innert kürzester Zeit nicht nur seine Anzahl an Clubmitglieder in den siebenstelligen Bereich erhöhen, sondern kurz vor und während von ihm gesponserten Events auch seine Online-Umsätze vervielfachen.
 
Nicht einig waren sich die Vertreter von Swiss Olympic, den Swiss Indoors und Ochsner Sport über die zukünftige Bedeutung der e-sports. Während Harry Hofstetter von Ochsner Sport meinte, dass sie sich auch in Zukunft an Sportarten orientieren werden, die echten Schweiss erzeugen, wagte Christoph Kaufmann von Swiss Olympic die Prognose, dass E-Sports innert zehn Jahren olympisch sein könnte. Marc Zimmermann von den Swiss Indoors wies darauf hin, dass e-Tennisturniere in naher Zukunft so viele Konsumenten erreichen könnten, dass eine Verbindung der realen mit der virtuellen Welt opportun erscheine.

 
CEOs bei internationalen Sponsorships noch immer entscheidend
 
Mit den Vertretern von ABB, Julius Bär, Swiss Re Corporate Solutions und Swisscom wurde im zweiten Podiumsgespräch vertieft diskutiert, welche Risiken mit internationalen Sponsorships verbunden sind und wie diese minimiert werden können. Dabei zeigte sich bei allen vier Vertretern, dass der CEO eine Schlüsselrolle spielt, um sicherzustellen, dass ein internationales Sponsorship über die gesamte Unternehmung so aktiviert wird, dass sowohl interne Wirkungen im Sinne von Employer Engagement wie auch externe Wirkungen im Sinne der Marke, der Werte der Unternehmung und des Marketings erzielt werden können.

Conor Lennon von ABB wies darauf hin, dass gerade B2B-orientierte Unternehmen zwar erst am Anfang der Entdeckung von Sponsorships für ihre Unternehmensentwicklung stehen. Dass aber das Engagement von ABB für SolarImpulse und die an eine breite Bevölkerung gerichtete Kommunikation auch sehr starke positive Signale auf dem Arbeitsmarkt und bei den Aktionären ausgelöst habe.

Aida Boll von Swiss Re Corporate Solutions wies daraufhin, dass der Entscheid, ihr SolarImpulse-Engagement zusätzlich mit einer Partnerschaft mit dem History Channel zu aktivieren, dazu geführt habe, dass eine langweilige Geschichte – nämlich Versicherungen – in einer spannenden und emotionalen Weise an ein sowohl internes wie externes Publikum kommuniziert und erklärt werden konnte. Das habe – zusammen mit allen anderen Aktivierungsmassnahmen im Kundenbereich - auch auf der Geschäftsebene zu Wettbewerbsvorteilen geführt.

Schliesslich erklärte Marco Parroni von Julius Bär, wie das Engagement für die Formel-E zustande kam, und welche Rolle bei der Evaluation ein Abwägen von Risiken und Chancen gespielt haben. Gerade bei neuen Plattformen seien naturgemäss die Risiken aber auch die Chancen höher. Als Pionier und erster Hauptsponsor der Formel-E habe sich Julius Bär bei allen Teams Visibilität und maximale Rechte in den City-Races sichern können. Die positiven Wirkungen des Engagements bei Julius Bär liessen den Head Global Sponsorship zur Aussage verleiten, dass ein Formel-E-Rennen in Zürich durchaus realistisch sei.

 

 

Die Gewinner im Überblick
 
Die Jury mit Vertretern aus der Wirtschaft, aus Kultur, Wissenschaft, Sport und Gesellschaft hat die folgenden Unternehmen für die 5. Swiss Sponsorship Awards ausgezeichnet:
 

  • Bestes Sportsponsoring des Jahres: UBS mit dem UBS Kids Cup
  • Bestes Kultursponsoring des Jahres: Migros mit Migros Budget OpenAirs
  • Bestes Gesellschaftssponsoring des Jahres: Helsana mit Theodora Stiftung (Link)
  • Bestes Internationales Sponsorship des Jahres: Swiss Re Corporate Solutions mit SolarImpulse und History Channel
  • Bestes Digitales Aktivierungskonzept des Jahres: Jeep mit Montreux Jazz Festival
  • Bestes Sponsorship des Jahres über alle Kategorien (Public Award): Julius Bär mit Formel-E.
     
Mo 13.02.2017 - 13:53

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